Ortsverein
Beim letzten, gut besuchten Stammtisch "Roter Rettich" eröffnete Philipp Hensinger, Bundestagskandidat der SPD des Wahlkreises Odenwald – Tauber, die Diskussionsrunde mit der Frage: " Wie geht es weiter nach dem „Aus“ der Ampelregierung?" Auch grundsätzliche Fragen zur politischen Kultur und zur sozialen Gerechtigkeit wurden auf dem Hintergrund der jüngsten, unerwarteten, aber auch unerfreulichen Ereignisse intensiv und konträr diskutiert. Seine klare Botschaft lautete: "Ich habe gehofft, dass die Ampel die reguläre Legislaturperiode durchhält. Ein stabiler Kurs ist entscheidend, um Zusammenhalt zu fördern und extremen Parteien keinen zusätzlichen Raum zu bieten. Die Erfahrungen in der EU zeigen, dass schnelle Neuwahlen, wie zuletzt in Frankreich oder den Niederlanden, sehr häufig Instabilität mit sich bringen und rechten Strömungen Aufwind verleihen." Ein wichtiges Thema des Abends war, inwieweit die von der CDU proklamierte, sogenannte "Brandmauer" gegenüber der AfD hält. Besonders kritisch wurden die zurückliegenden Gespräche zwischen der CDU und der AfD in Sachsen kommentiert, die offenbar ohne nennenswerte öffentliche Distanzierungen oder klare Positionierungen seitens der CDU-Spitze stattgefunden haben. „Wir warten immer noch auf eine eindeutige und glasklare Abgrenzung der CDU von der AfD. Dies ist in erster Linie Sache des Kanzlerkandidaten der CDU. Diese unentschiedene Haltung schwächt nicht nur die Demokratie, sondern führt letztendlich zu weiterer gesellschaftlichen Spaltung“ so Philipp Hensinger. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Anwesenden einer Normalisierung der Zusammenarbeit der christlichen Unionspartei mit der AfD eine hohe Wahrscheinlichkeit zumessen. Die Frage einer möglichen zukünftigen Koalition stand ebenfalls im Raum. Ein klares "Nein" zur Großen Koalition kam von Kerstin Flickinger: "Rot allein mit Schwarz? Nein, niemals mehr eine GroKo! Eine Rot-Grüne-Regierung wäre für mich akzeptabel." Diese Meinung fand große Zustimmung. Hensinger stellte klar: "Unser Ziel ist es, die Wahl zu gewinnen und nicht in eine GroKo gezwungen zu werden." Die Diskussion zeigte auch den verstärkten Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit. Themen wie Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und eine mögliche Reform der Erbschaftssteuer wurden angesprochen. "Wir haben so viele Stellschrauben, an denen wir ansetzen könnten, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen", betonte Hensinger. Dafür braucht es einen Kanzler wie Olaf Scholz, mit Regierungserfahrung, der die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in Deutschland im Blick hat. „Das sind nicht diejenigen, die sich viel leisten können, sondern diejenigen, die viel leisten!“ Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der deutschen Autoindustrie. Aktuell berichtete Torsten Fahrbach von der geplanten Schließung des Autoteilewerks Magna in Rosenberg, wodurch 350 Arbeitsplätze bedroht sind. "Im Rückblick auf vergangene Jahre sollte es wieder zu einer engen Zusammenarbeit, einem Schulterschluss zwischen der SPD und den Gewerkschaften kommen, um diese Arbeitsplätze durch vorausschauende Investitionen, zukunftsweisenden Innovationen mit aktiver Beteiligung der Beschäftigten an betrieblichen Entscheidungen der zu sichern" stellet Dr. Eberhard Barth fest. Der Abend endete mit einer klaren Aussage: des Kandidaten “Die Herausforderungen, vor denen auch wir in unserer Region stehen, können nur durch mutige Reformen, sozialen Zusammenhalt und klar erkennbare Abgrenzung gegenüber extremistischen Strömungen bewältigt werden.“
v. l. n. r.: Tina Last (Geschäftsführerin Touristikgemeinschaft Odenwald), Markus Dosch (Kreisvorsitzender), Torsten Fahrbach (stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender)
Die SPD Buchen setzte mit einem Treffen der Touristikgemeinschaft Odenwald e.V. ihr Projekt „wahrgenommen - wir fragen nach“ fort.
Dieses Mal hat der Ortsvereinsvorsitzende Markus Dosch zu einem Gespräch mit der Geschäftsführerin Tina Last alle Mitglieder und Interessierte eingeladen.
Die von ihr vorgestellten Aufgaben sind deutlich vielfältiger, als die Gesprächsteilnehmer erahnten.
Die Ziele umfassen beispielsweise die Förderung des Tourismus und der heimischen Wirtschaft, die Stärkung der heimischen Gastronomie und Hotellerie und den Kunden- und Gästeservice.
Unter das Leistungsangebot fallen auch konkrete Projekte wie die Radveranstaltung „Drei-Länder-Rad-Event“, die Betreuung von ADFC-klassifizierten Radwegen und die Pflege von Daten wie von Hotels und deren Öffnungszeiten, aber auch Wander- und Radwege, sowieso Ausflugsziele und Veranstaltungen.
Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch die Städte und Gemeinden, die Mitglieder des Vereins sind, aber auch durch den den Neckar-Odenwald-Kreis, Anzeigeverkäufe und durch das Buchungssystem.
Die Touristikgemeinschaft Odenwald ist nicht nur im Neckar-Odenwald-Kreis, im Rhein-Neckar-Kreis, im Landkreis Heilbronn und im Kreis Bergstraße aktiv, sondern arbeitet auch mit der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, Odenwald Tourismus GmbH dem Landkreis Miltenberg, dem Naturpark Neckartal-Odenwald und mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zusammen.
v. l. n. r.: Jochen Köpfle (Rektor Baulandschule), Alexander Weinlein (Kreiskassierer), Torsten Fahrbach (stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender)
Die SPD Buchen besuchte mit der Reihe „wahrgenommen - wir fragen nach“ die Baulandschule in Hettingen.
Dabei war es dem Ortsvereinsvorsitzenden Markus Dosch und Torsten Fahrbach wichtig über die aktuellen Herausforderungen in der Schullandschaft zu sprechen, die Stellung der Hauptschulen und vor allem über den aktuellen Stand an der Baulandschule selbst.
Rektor Jochen Köpfle und Harald Ockenfels zeigten wie viel man an einer Schule verändern kann, wenn man engagiert ist und sich mit viel Herzblut für die Schülerinnen und Schüler einsetzt.
Seit dem ersten Arbeitstag von Jochem Köpfle vor neun Jahren stieg die Anzahl der Schülerinnen und Schüler von 130 auf derzeit 203. Auch das Lehrerpersonal stockte man von 13 auf 20 auf.
Dies zeigt deutlich, dass das Modell noch für viele interessant ist. Die Schule unterrichtet nach dem gleichen Bildungsplan wie an einer Werkrealschule.
Dr. Valentin Hoß (Kreisrat)
Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Neckar-Odenwald-Kreis
Beim letzten Stammtisch „Roter Rettich“, der politischen Diskussionsrunde des Buchener SPD-Ortsvereins, hat Dr. Valentin Hoß, Mitglied des Kreistages, einen überaus informativen Vortrag zum Thema „Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Neckar-Odenwald-Kreis“ gehalten. Nahezu täglich gebe es im medizinischen Bereich immer mehr negative Schlagzeilen wie zum Beispiel: Defizite im 8-stelligen Bereich bei den Kliniken, Schließung des kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes und lange Wartezeiten, um einen Termin zu bekommen. Dies gebe Anlass darüber nachzudenken, wie und in welche Richtung die jetzt existierenden Strukturen verändert werden müssten. Ziel solcher Strukturänderungen müsse sein, auch langfristig in unserem Landkreis eine gute medizinische Versorgung garantieren zu können. Zu beachten seien dabei auch bestehende gesetzliche Regelungen wie der in § 39 des Sozialgesetzbuches festgeschriebene Grundsatz „Ambulant vor stationär“. Danach haben Versicherte den Anspruch auf vollstationäre Behandlung, wenn sich das Behandlungsziel nicht durch teilstationäre oder ambulante Behandlung erreichen lässt. Ein überaus wichtiger Punkt sei es, hierbei die Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Behandlung nachhaltig zu verbessern. Die Entwicklung der Bevölkerung im Neckar-Odenwald-Kreis spiele bei den Überlegungen zur Umstrukturierung eine ganz wesentliche Rolle. Ebenso die Altersstruktur der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Zuverlässige Erhebungen zum demographischen Wandel besagen, dass die Bevölkerungszahl in unserem Landkreis bis 2045 weitgehend konstant bleibt. Eine starke Zunahme ist dabei bei den Einwohnern ab 67 und speziell der Altersgruppe ab 80 zu verzeichnen. Dies habe zur Folge, dass hier mit einem wachsenden Versorgungsbedarf von älteren Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten zu rechnen sei. Dies erfordere ein höheres ambulantes, abgestimmtes Angebot an Prävention, Kuration, Rehabilitation und Pflege. Hier stelle sich die Frage, so Dr. Hoß, wie es um die aktuelle und zukünftige hausärztliche Versorgung im Landkreis stehe. Als erstes präsentierte er dazu Zahlen zur Altersstruktur der Hausärzte. Bereits heute sei ein deutlicher Rückgang an Allgemeinärzten zu verzeichnen. Ursache dafür sei in erster Linie die Überalterung der Hausärzte und der im ländlichen Raum eklatante Mangel an potentiellen Nachfolgerinnen und Nachfolger. Berücksichtigen müsse man an dieser Stelle die signifikante Verschiebung von männlichen Studienabgängern hin zu weiblichen Studienabgängerinnen. Der Frauenanteil liege derzeit bei ungefähr 60 %. Es überrascht daher nicht, dass ein Anteil von ca. 30% der Ärzte/innen in Teilzeitarbeit sind. Der Spagat zwischen Familie und Beruf ist in dieser Konstellation bedeutend einfacher zu bewältigen. Entsprechend hat sich die Zahl angestellter Ärzteinnen und Ärzte zwischen 2012 und 2022 bundesweit mehr als verdoppelt. Diese Tendenz führe dazu, dass es an immer weniger Standorten als bisher Angebote für eine ambulante Versorgung gebe und mit einem anhaltenden Schrumpfen der Hausarztpraxen zu rechnen sei. Es stelle sich allerdings schon die Frage, wieso kleine, attraktive Städte mit qualifizierten Angeboten an Schulen und beruflichen Ausbildungsangeboten für viele junge Ärztinnen und Ärzte keine Alternative darstellten zu größeren Städten mit vielfältigeren Angeboten an Kultur, Events und Einkaufsmöglichkeiten, die aber oft gar nicht genutzt würden.
SPD-Fraktion im Gemeinderat richtet neue Bürgersprechstunde ein
Die SPD-Fraktion im Gemeinderat von Buchen freut sich, nach der erfolgreichen Kommunalwahl eine neue Bürgersprechstunde einzurichten. Die Sprechstunde mit dem Titel „wo drückt der Schuh?“ soll den Bürgerinnen und Bürgern eine feste Anlaufstelle bieten, um ihre Anliegen, Ideen und Fragen direkt an ihre gewählten Vertreter heranzutragen.
Wir möchten den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter intensivieren und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Anliegen in einem persönlichen Gespräch zu äußern. Die neue Bürgersprechstunde ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung mehr Transparenz und Bürgernähe.
Die Bürgersprechstunde wird ab Oktober 2024 einmal monatlich am ersten donnerstags von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr Büro „Etkü & Kollegen“ in der Kellereistraße 8 stattfinden. Der genaue Termin wird vorher jeweils in der Presse, auf der Homepage und per Newsletter bekannt gegeben. Die ersten beide Termine sind donnerstags am 07.11. und 05.12. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch können Bürgerinnen und Bürger, die ein bestimmtes Thema besprechen möchten, sich vorab per E-Mail oder telefonisch melden, um ggf. bereits eine Vorbereitung auf die Thematik zu ermöglichen.
Die SPD Buchen besuchte die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Buchen.
Zuerst stelle der 1. Vorsitzende Michael Fink die Tätigkeiten und die Struktur der DRLG Buchen vor. Die über 200 gemeldeten Mitglieder in der Ortsgruppe gehören dem Bezirk Frankenland an, deren übergeordnete Organisation der Landesverband Baden ist. Ebenso gibt es noch die Ortsgruppe Waldhausen und Hettingen. Dass vor allem die Zusammenarbeit mit Limbach gut sei, betonte Christine Eberlein als Verantwortliche für die Kasse und die Mitgliederverwaltung. Dies betrifft zum Beispiel die Ausbildung bei den Rettungsschwimmern.
Dass dies gewährleistet ist, ist vor allem dem Alexander Weinlein dem Kreiskassierer der SPD als regelmäßiger Besucher des Waldschwimmbads wichtig, da sonst der Betrieb nicht mehr gewährleistet werden kann.
Nach der Wahl ist vor der Wahl. Aus diesem Grund hat sich die SPD Buchen schon jetzt auf die zukünftigen Ziele vereinbart. Das oberste Ziel ist die Stärkung der Demokratie.
Um das Ziel langfristig zu sichern, braucht es Attraktivität bei den demokratischen Parteien und natürlich die Bündelung auf Parteien, die damit auch regierungsfähig sind. Das gilt für Stadt, Land, Bund und Europa gleichermaßen. Und da man in Buchen eben für Buchen und den Neckar-Odenwald-Kreis aktiv sein kann, werden die Aktivitäten auch dahin ausgerichtet sein. Laut den Teilnehmern ist die SPD ist die Partei, die sich für die Sorgen und Nöte der Menschen interessiert. Die Runde ist sich einig, dass es im Moment viele Themen gibt, die auch vor Ort „brennen“. Viele dieser Punkte haben das Potential einen Schwelbrand zu bewirken kann. Dies konnte man in den letzten Jahrhunderten immer wieder international, national, aber auch lokal beobachten. Daraus können Feuer entstehen, die nicht leicht zu löschen sind. Um hier anzusetzen, wird in Buchen eine SPD-Bürgersprechstunde eingerichtet, hier gilt es die Sorgen und Nöte der Einzelnen zu erfahren um zielgerichtete Gemeindepolitik zu machen.
Dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Markus Dosch ist es wichtig, weiterhin in Gespräch zu kommen, mit Firmen, sozialen Einrichtungen, Vereinen, und vielem mehr, um nachzufragen. Alexander Weinleins konzipierte Projekt „wahrgenommen - wir fragen nach“ entspricht genau dieser Zielrichtung und beschäftigt sich mit den Fragen: Worauf kommt es an? Was wird gebraucht? Wo drückt der Schuh? Wo kann lokale Politik helfen?
28.04.2026, 19:00 Uhr Dialog mit MdL Dorothea Kliche-Behnke
29.04.2026, 18:00 Uhr Politischer Stammtisch "Roter Rettich"
30.04.2026, 18:00 Uhr DGB-Vormaiempfang