SPD NECKARGERACH-ZWINGENBERG

Erik Brunner - Mahnwache für Frieden und Solidarität mit der Ukraine

Erik Brunners Rede bei der "Mahnwache für Frieden und Solidarität mit der Ukraine" vom Samstag, den 19.03. in Mosbach:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein Ex-Comedian, der als Präsident sein Land mit bloßen Händen verteidigt, ein Box-Weltmeister, Elon Musk, Krypto-Währungen, Anonymous, Traktoren, die Panzer abschleppen, Molotowcocktails und russischer Diktator.

So lautete ein Tweet, den ich vor wenigen Tagen gelesen habe.

Und hätte vor einem Jahr jemand so ein Drehbuch geschrieben, dann hätten einige ihn wohl für verrückt erklärt.

Aber das ist kein neuer Film, sondern für viele Menschen bitterste Realität.

Viele, sicherlich auch welche unter uns, fühlen sich machtlos, wenn sie die Bilder auf Social-Media, im Fernsehen oder in der Zeitung sehen.

Doch, wir können helfen. Und zwar nicht nur indirekt, sondern auch direkt und auch ohne uns in Gefahr zu begeben oder einen großen Aufwand zu leisten.

Wir haben bei uns im Neckar-Odenwald-Kreis viele Bürgerinnen und Bürger, die ihren neuen Nachbarn die mit Angst vor dem Tod und Sorge um ihre Nächsten zu uns gekommen helfen.

Das können wir alle tun.

Indem wir ihnen beispielsweise Lebensmittel, Klamotten und Möbel schenken oder indem wir einfach nur da sind und helfen, bei uns in Deutschland, bei uns im Neckar-Odenwald anzukommen.

Doch auch, wenn manche von uns berechtigterweise Angst haben, sich mit Corona anzustecken, gibt es viele andere Möglichkeiten, sich einzubringen.

So können wir Menschen, die aus der Ukraine flüchten möchten, Infos zu Fluchtwegen geben oder den Bürgerinnen und Bürgern Russlands die Wahrheit über die angebliche Friedensmission mitteilen.

Doch natürlich besteht da bei den meisten von uns hier das Problem mit den sprachlichen Hürden.

Und trotzdem bleiben uns viele Wege offen: So können wir über die Hilfsangebote vom DRK und/oder der Arbeiterwohlfahrt, bei der sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Sozialpsychiatrie in Mosbach beteiligen, Kleider, Windeln, Spielzeug oder Schuhe spenden oder falls es die Temperatur zulässt, einfach mal die Heizung runterdrehen.

Hilft dem Klima und es bringt vielleicht das Ende des Krieges ein kleines Stück näher.

Ich darf hier als Sozialdemokrat und Juso sprechen und für uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hier in Mosbach und im Neckar-Odenwald-Kreis und als Jusos NOK ist klar, wir müssen uns solidarisch zeigen und mit den Geflüchteten zusammenhalten, denn sie gehören zu uns, genauso wie die Russinnen und Russen, die in unserem Land teils leider teils angefeindet werden.

Danke.

Menschenrechte gehen uns alle an

Die Kreisvorsitzende der SPD Neckar-Odenwald-Kreis Dr. Dorothee Schlegel sprach zusammen mit ihrem Stellvertreter Markus Dosch und dem Kreiskassierer Alexander Weinlein mit MdB Frank Schwabe in einer Online-Konferenz über die Menschenrechtsverletzungen – auch von homosexuellen Menschen in Tschetschenien.

Auslöser hierfür war die Dokumentation „Achtung Lebensgefahr! LGBT in Tschetschenien“ von Regisseur David France. Dieser Bericht zeigt sehr eindrücklich, wie queere Menschen, aber auch Menschen, die anders denken und leben wollen, in der im Nordkaukasus autonomen Republik in Russland eingeschüchtert, verfolgt, verschleppt und gefoltert werden. Dies kann durchaus für diese Menschen lebensgefährlich werden.

Endspurt zur Europawahl: Viel Beifall für Barley in Heidelberg

Eine Woche vor der Europawahl hat die SPD Baden-Württemberg den Wahlkampfendspurt eingeläutet. 500 Menschen auf dem proppenvollen Marktplatz in Heidelberg waren dabei, um Katarina Barley, Andrea Nahles und Andreas Stoch live zu erleben. Viel Beifall gab es für die klaren Ansagen im Kampf gegen Rechtspopulisten.

Nahles zur CDU: „Sprechen Sie mit einer Stimme“

„Wir alle müssen nun entscheiden, ob wir ein Europa haben wollen, in dem die Staaten mit Respekt und auf Augenhöhe zusammenarbeiten – oder ein nationalistisches Europa, in dem jeder nur an sich selbst denkt“, erklärte SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley.

Die Parteivorsitzende Andrea Nahles betonte, der FPÖ-Skandal in Österreich zeige gerade, wohin der Weg führe, wenn Konservative versuchten, Stimmen am rechten Rand zu sammeln. „Ich fordere Sie daher auf, sprechen Sie mit einer Stimme“, so Andrea Nahles an die Adresse der CDU.

Stoch: „Europas Rechte – korrupt und demokratieverachtend“

Europas Rechte: Korrupt und demokratieverachtend! Wer eine Woche vor der Europawahl noch eines Beweises bedurfte, was am 26. Mai auf dem Spiel steht – hier ist er“, betonte auch der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch angesichts des Skandals in Wien. „An alle Konservativen: Schluss mit der Zusammenarbeit mit diesen Demokratiefeinden!“

 
SPD-Europawahlprogramm ist „Aufbruchssignal für ein starkes und soziales Europa

Stoch: „Gerade Baden-Württemberg hat daran allerhöchstes Interesse.“

Die SPD in Baden-Württemberg hat das heute bei einem Parteikonvent der Sozialdemokraten in Berlin beschlossene Europawahlprogramm als „Aufbruchssignal für ein starkes und soziales Europa in ureigenstem Landesinteresse“ bezeichnet.

„Das soziale Europa ist die moderne Variante des Gründungsversprechens vom friedlichen Europa. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Wachstum, Wohlstand und Solidarität, weniger Armut und Arbeitslosigkeit, Zugang zu Bildung und Qualifikation, eine gesicherte und auskömmliche Lebensperspektive – das sind die Bausteine für ein Europa mit Zukunft“, erklärte der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch. „Gerade Baden-Württemberg als exportorientiertes, offenes und internationales Land hat daran allerhöchstes Interesse.“

Gebhardt: „Baden-Württemberg gewinnt durch die EU“

Evelyne Gebhardt, Europaabgeordnete aus Künzelsau und Spitzenkandidatin der Landes-SPD für den 26. Mai, hatte sich beim Parteikonvent ebenfalls dafür eingesetzt, dass Baden-Württemberg auch zukünftig durch eine starke Europäische Union gewinnt. „Im Herzen Europas gelegen, haben die Menschen hier bislang ungemein von der EU profitiert“, betonte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. „Dass unsere Wirtschaft weiter erfolgreich integriert und innovativ ist, dass auch die zukünftigen Generationen in einem friedlichen, demokratischen und sozialen Europa aufwachsen, das ist mein Anliegen“, so Gebhardt – „und eine EU, die die Bürgerinnen und Bürger schützt und die demokratische und rechtstaatliche Identität Europas verteidigt.“

 
 
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Tweets @SPDEuropa

7.9.2018

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

bald sollen sich EU-Bürgerinnen und Bürger vom Wirrwarr der Zeitumstellung zwischen Sommer und Winter verabschieden können. So zumindest lautet eines der wohl letzten Versprechen von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident. Seine Rede zur Lage der Union am kommenden Mittwoch in Straßburg dürfte seine letzte politische Bestandsaufnahme sein, bevor er 2019 das Amt aufgeben muss. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten fordern weiter ein sozialeres Europa und arbeiten daran – denn mit einem „Sozialen Triple A“, wie von Juncker versprochen, wurde die EU bisher nicht ausgezeichnet.

Seit Anfang 2018 lädt das Europaparlament zu jeder Plenarsitzung einen Staats- beziehungsweise Regierungschef zu einer Debatte über die Zukunft Europas ein – dieses Mal ist der griechische Premierminister Alexis Tsipras in Straßburg, um über die Zukunft der EU zu sprechen.

Für uns als Europa-SPD steht eine Entscheidung des Umweltausschusses über die Senkung des CO2-Ausstoßes von Autos besonders im Fokus. Andere Fraktionen im Europäischen Parlament konzentrieren sich einseitig auf Konzerninteressen oder ignorieren den Schutz der Beschäftigten. Wir SPD-Europaabgeordnete wollen eine saubere und digitalisierte Mobilität unter Sicherung guter Arbeitsplätze in Deutschland und Europa. Dazu gehören verbindliche und ambitionierte Grenzwerte, die den CO2-Ausstoß deutlich senken. Wir machen uns mit unserer Kampagne „Nachhaltig #bewegen“ für eine saubere und digitalisierte Mobilität unter Sicherung guter Arbeitsplätze in Deutschland und Europa stark.

Stimmungsmache gegen Schutzbedürftige und das Ignorieren von europäischen Werten, wie Versammlungsfreiheit und Minderheitenschutz haben in Ungarn ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Premier Viktor Orbán gibt sich weiterhin ungerührt. Der autoritäre Umbau des Landes schreitet voran und damit stellt sich die ungarische Regierung immer weiter ins europäische Abseits. Die Europa-SPD verurteilt die Politik Orbáns scharf. Das Parlament stimmt nächste Woche ab, ob ein Rechtsstaatsverfahren gegen die ungarische Regierung eingeleitet wird. Sollte das Plenum dafür stimmen, müssen sich die 27 Staats-und Regierungschefs mit der Lage in Ungarn befassen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind gespannt, wie sich die Mitglieder der konservativen Parteifamilie unter der Führung von Manfred Weber verhalten werden. Einen Neustart Europas, wie er ihn mit seiner Kandidatur als Spitzenkandidat der EVP angekündigt hat, wird es im Schulterschluss mit autoritären Anti-Demokraten sicher nicht geben.

Die fortschrittlichen Kräfte in Europa müssen unsere Grundwerte schützen. Im Sinne von #Wirsindmehr und in Solidarität mit zehntausenden Demonstrantinnen und Demonstranten in Chemnitz, die für Vielfalt und gegen Rechts auf die Straße gegangen sind, setzen wir uns auch in Brüssel und Straßburg für ein Europa der Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit ein.

 
 
 
 
 

Übrigens: Sie können die Plenardebatte der Woche auch live im Internet unter diesem Link verfolgen.

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