Arbeitsgemeinschaften
Markus Dosch aus dem Neckar-Odenwald-Kreis zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Baden-Württemberg trafen scih zur Landesmitgliederversammlung in Mannheim. Tagungsort war das Wahlkreisbüro der Mannheimer Bundestagsabgeordneten Isabel Cademartori, welche zu Beginn auch ein Grußwort hielt.
Vor dem Hintergrund einer aufgeheizten gesellschaftlichen Stimmung und der jüngsten Landes- und Bundestagswahlen stand die Versammlung im Zeichen der Frage, wie die SPDqueer Baden-Württemberg in den kommenden Jahren sichtbar, kämpferisch und solidarisch für Akzeptanz und Gleichstellung eintreten kann. Nach der Begrüßung, Grußworten und dem Rechenschaftsbericht des bisherigen Landesvorstands diskutierten die Anwesenden über queerpolitische Schwerpunkte von der Bekämpfung queerfeindlicher Gewalt über Bildungs- und Aufklärungsarbeit bis hin zu Fragen von Selbstbestimmung, Gesundheit und Familienpolitik.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen anschließend die turnusgemäßen Wahlen des Landesvorstands sowie der Delegierten für die Bundesebene.
Einstimmig wiedergewählt wurde Christian Gaus als Landesvorsitzender.
Besonders freuen wir uns, dass Markus Dosch (SPD Neckar-Odenwald-Kreis) gleich in zwei wichtige Funktionen gewählt wurde:
stellvertretender Landesvorsitzender der SPDqueer Baden-Württemberg und
Delegierter für die Bundeskonferenz der SPDqueer
Mit seiner Wahl ist der Neckar-Odenwald-Kreis künftig noch stärker in der Landesarbeitsgemeinschaft und auf Bundesebene vertreten. Markus Dosch bringt langjährige Erfahrung aus der kommunalpolitischen Arbeit und aus dem Engagement für queere Themen vor Ort mit. Er will sich insbesondere dafür einsetzen, dass die Lebensrealitäten queerer Menschen im ländlichen Raum mehr Aufmerksamkeit bekommen und konkrete Verbesserungen angestoßen werden.
Markus Dosch in den AfA-Landesvorstand gewählt
Im Kolpinghaus Bad Cannstatt in Stuttgart fand die Landesdelegiertenkonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Baden-Württemberg statt. Unter dem Motto „Gute und sichere Arbeit im Ländle!“ kamen Delegierte aus dem ganzen Land zusammen, mit dabei auch die beiden Delegierte aus dem SPD-Kreisverband Neckar-Odenwald, Kay Nultsch und Markus Dosch.
Ein sichtbares Zeichen setzten die Delegierten gleich zu Beginn der Konferenz. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des DGB wurde ein großes Banner präsentiert mit der klaren Botschaft zum 1. Mai 2026: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Damit machten AfA und Gewerkschaften deutlich, dass es in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit vor allem um den Erhalt guter Arbeit, Tarifbindung und Mitbestimmung geht.
Die klaren Schwerpunkte sind gute Arbeit, starker Sozialstaat und Schutz des 8-Stunden-Tages.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen zahlreiche inhaltliche Anträge, unter anderem ein umfassender Leitantrag „Gute Arbeit im Ländle:
- Arbeit sichern - Standorte halten - in Zukunft investieren“
- Forderungen nach einer gerechten Ausgestaltung des Bürgergelds und einer verlässlichen sozialen Sicherung
- der entschiedene Einsatz für den Erhalt des 8‑Stunden‑Tages und gegen eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes
- sowie Initiativen für einen humanen Sozialstaat, der die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt und die Jobcenter personell besser ausstattet.
Die bisherige Vorsitzende und ehemalige MdB, Dr.Dorothee Schlegel, hat den Staffelstab übergeben, an ein Team, das schon aktiv und nun auch formalbereit ist, sich in den nächsten Jahren im Neckar-Odenwald-Kreis und darüber hinaus für Frauen und Kinder in der Gesellschaft einzusetzen. Und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Frauen ermöglicht, frei und selbstbestimmt die eigeneLebensweise entscheiden zu können. „Dazu“, so die neue Vorsitzende Heidi Trunk, „haben wir viele Ideen. Und diese wollen wir umgesetzt bekommen“. Auch die medizinische Versorgung besonders von Kindern steht auf dem Programm. Kita und Schule müssen besser aufgestellt werden. Das Team für die SPD Frauen besteht aus Heidi Trunk als Vorsitzende, Pratima Sahgal-Weimer und Luisa Nothhelfer als stellvertretende Vorsitzende. Saskia Ackermann, Ella Bürkle, Lisa Bundschuh und Marie Langer sind Beisitzerinnen. Als Delegierte für die Landesversammlungwurden Saskia Ackermann und Heidi Trunk gewählt, Ella, Lisa, Luisa und Marie sind Stellvertreterinnen. Damit wird der Neckar-Odenwald-Kreis zukünftig wieder bei Entscheidungen im Land, in denen es auch um 50 % der Menschheit in Baden-Württemberg geht, nämlich den Fraue, mitreden. Ein großer Dank gilt hier Dorothee Schlegel, die jahrelang ihr Engagement auf verschiedenen politischen Ebeneneingebracht hat und die AG im Neckar-Odenwald-Kreis am Leben gehalten hat. Sie wird das Team um Heidi Trunk weiterhin gerne unterstützen. Die nächsten Aktionen der Gruppe finden am Freitag, 06.03.26 in Walldürn am Rewe-Markt von 16-18 Uhr und am Samstag, 07.03.26 in Buchen von 9-11 Uhr statt. „Wir werden mit Rosen auf den Weltfrauentag aufmerksam machen“, verkündeteHeidi Trunk. Aufgrund der Landtagswahldürfen am Weltfrauentag, 08.03.26, keine Veranstaltungen gemacht werden. Das SPD Frauenteam verkündet zum Abschluss: „Wer bei uns mitmachen will, komme gerne vorbei und spreche uns an. Frauenrechte sind Menschenrechte und dafür stehen wir gemeinsam ein“.
Im Cafe Auszeit in Eberstadt hat sich Patrick Haag den Fragen der Frauen des sozialdemokratischen Frauenstammtisch gestellt. Er forderte auf, die Sorgen und Ängste anzusprechen. Dabei schilderte er auch seine Erfahrungen u. a. aus seiner Tätigkeit als Personalrat, durch den er die Probleme kennt, welche durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entstehen können.
Auch im Freundeskreis erlebt er das klassische Familienmodell, bei dem die Frau zuhause bei den Kindern bleibt, ihr gesamtes Leben umkrempelt, während der Mann weiter sein bisheriges Leben mit Beruf und Freizeitaktivitäten lebt. Anna Cunningham, die Zweitkandidatin der SPD für den Landtag griff das Thema sofort auf und schilderte die Problematik der fehlenden KITA. Die KITA- Problematik ist gleichzeitig ein großes Problem für unsere Wirtschaft. Denn wenn Familien keine Möglichkeiten haben, ihre Kinder gut außerhalb der Familie versorgen zu können, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Arbeitszeit zu reduzieren oder gar nicht zu arbeiten. Meist entscheiden Familien sich dann, dass die Frau zuhause bleibt. Ursachen sind vielfältig, oft leider immer noch die Tatsache, dass Frauen weniger Einkommen haben. Unternehmerinnen und gerade Mitarbeitende in der Pflege können im Neckar-Odenwald-Kreis nur mit Hilfe von Familie, Nachbarn und Freunden ihre Kinder versorgen. Kita Plätze sind knapp, und Betreuungszeiten von 6 - 19 Uhr sind so gut wie nicht vorhanden. Kita Plätze für Nachtschichten gibt es nicht. Das wurde im Neckar-Odenwald-Kreis verschlafen. Dorothee Schlegel, Kreisrätin und Bundestagsabgeordnete a. D. sagte dazu: „Hier war man lange Zeit davon überzeugt: „Wir brauchen das nicht, die Frauen sind ja zuhause!“. Die Bürgermeister, meist männlich, sahen dafür keinen Bedarf und haben sich in der Planung für die Gemeinde andere Themen auf die Fahne geschrieben. Für kostenfreie KITA-Versorgung in ganz Baden-Württemberg mit vernünftigen Betreuungszeiten wird sich Patrick Haag stark machen.
Nach dem man im Sommer in Heidelberg die japanische Kultur und Frauenbild kennenlernte, ging es diesmal nach Mannheim zum Verwaltungsgerichtshof. Dass wir dort von zwei Richterinnen begrüßt wurden, wäre vor 100 Jahren undenkbar gewesen. Als die ersten Frauen ins Richteramt drängten, wurden von Frauenärzten Gutachten erstellt, nachdem die Frau aufgrund Ihrer Anatomie zu launisch wäre und damit ungeeignet für das Amt Recht zu sprechen. Auch die Tatsache, dass Frauen Kinder gebären wurde als Nachteil gesehen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde Frauen noch gänzlich der Zugang zur Bildung verschlossen. Erst 1893 durften in Baden die ersten Frauen Abitur machen. In Preußen war man früher dazu bereit, da sich dort Frauen für Frauen eingesetzt haben. Der klassische Frauenberuf den Männer zuließen, waren die Berufe Erzieherinnen und Lehrerinnen. Tatsächlich findet sich bei den Erzieherinnen noch heute mit rund 90 % ein exorbitanter Frauenanteil. Jedenfalls ist es heute normal, dass Frauen in Richterämter berufen werden. Wenn auch die Leitenden Richterpositionen noch überwiegend männlich besetzt sind. Neben dem Excurs der weiblichen Bildungsproblematik ging es aber auch um die Notwendigkeit der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Hier war Baden mit 1863 sehr früh aktiv und hat den Bürgern die Möglichkeit gegeben, gegen den Staat zu klagen. Heute beschäftigt sich das Verwaltungsgericht mit einer Vielzahl von Themen. Immer wenn Bürger mit den Entscheidungen der Verwaltung nicht einverstanden sind, steht ihnen das Recht zu, hier zu klagen. Wir denken an Windränder, Maskenplicht bei Corona, Ansprüche der Asylbeantragenden, Baurecht und vieles mehr. Auch die Änderung eines Reisepasses kann dort beklagt werden. Im Verwaltungsgericht in Mannheim gibt es dazu einen Ausstellungsraum. Neben vielen Informationen kann man auch mal in eine Richterrobe schlüpfen und testen wie sich das anfühlt. Die Ausstellung kann jederzeit durch Schulklassen und Vereine nach Anmeldung besucht werden. Wir fuhren mit vielen neuen Informationen und Eindrücken wieder zurück in den Odenwald. Einig war man sich, dass auch heute Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht erreicht ist. Wenn sich Menschen als Menschen verstehen und mit Respekt und gegenseitiger Akzeptanz miteinander umgehen, dann haben wir Gleichberechtigung in diesem Land. Und dafür setzen wir uns ein.
Mit Rückenwind aus zwei intensiven Jahren starten die Jusos Neckar-Odenwald in die nächste Amtszeit. Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag in Obrigheim wurden die beiden Vorsitzenden Fabienne Tonini aus Billigheim und Jonas Weber aus Neckargerach einstimmig wiedergewählt. Gemeinsam gehen sie nun ins dritte Jahr an der Spitze des Kreisverbands. Neu in den Vorstand wurde Drilon Abazi aus Walldürn als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer komplettieren Anna-Maria Sauer, Niklas Schaller, Miriam Schmitt, Philipp Hensinger und Christoph Veith das Team.
In ihrem Rückblick erinnerten Tonini und Weber an zahlreiche Highlights: darunter der erste Christopher Street Day in Mosbach, Fahrten nach Straßburg und Berlin, die Mitorganisation der großen Demonstration für Demokratie und Menschenrechte mit über 4.000 Teilnehmenden im Januar 2024 in Mosbach sowie viele weitere Veranstaltungen im ganzen Kreis. Auch bei den Kommunalwahlen war der Einsatz der Jusos beispiellos. So viele junge Menschen wie noch nie kandidierten für die SPD. Zwar reichte es nicht für einen Sitz im Kreistag, doch viele Jusos erzielten beachtliche Ergebnisse und einige sind nun in den Gemeinderäten aktiv.
Ein weiterer Höhepunkt war der Bundestagswahlkampf mit Philipp Hensinger, einem der jüngsten Kandidaten bundesweit. „Auch wenn das bundesweite Ergebnis für die SPD historisch schlecht war, haben wir hier vor Ort viele junge Menschen für die Sozialdemokratie begeistert“, so Hensinger. Die Versammlung dankte ihm für sein außergewöhnliches Engagement und hob hervor, dass er ein besseres Erststimmenergebnis erzielte als die SPD bei den Zweitstimmen.
„Wir meckern nicht nur, wir arbeiten konkret mit“, resümierte Tonini mit Blick auf die Arbeit der letzten Jahre. Auch die SPD-Kreisvorsitzende Dorothee Schlegel bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „Die Jusos sind längst eine tragende Säule im SPD-Kreisverband. Fast der halbe SPD-Kreisvorstand besteht aus Jusos“, so die SPD Kreisvorsitzende Schlegel. „Während andernorts nur vom Generationenwechsel geredet wird, leben wir ihn – und das erfolgreich.“
Die Jusos Neckar-Odenwald laden ein zur öffentlichen Jahreshauptversammlung am
Freitag, 04. Juli 2025
um 18:30 Uhr
in der Pizzeria „Da Giovanni“, Goethestraße 15a, 74847 Obrigheim.
Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Bestätigung der Tagesordnung
3. Wahl einer Zählkommission und Wahlleitung
4. Rückblick
5. Wahl des Vorstands (Vorsitzende, stellvertretende(r) Vorsitzende(r), Beisitzerinnen und Beisitzer)
6. Wahl der Delegierten für den Landesausschuss und die Landesdelegiertenkonferenz
7. Vorbereitung auf die Landesdelegiertenkonferenz
8. Sonstiges / Termine
Während der Versammlung wird Pizza angeboten. Im Anschluss (ab ca. 20:00 / 20:30 Uhr) ist ein gemeinsamer Besuch im Rock 'n' Bowl in Obrigheim geplant. Die Kosten für Pizza und Bowling übernimmt der Verband.
Die Jahreshauptversammlung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist erforderlich und per E-Mail an vorstand@jusos-nok.de möglich.
Wer eine Mitfahrgelegenheit benötigt, kann sich ebenfalls per Mail melden.
20.04.2026, 18:00 Uhr Sitzung geschäftsführender Kreisvorstand
29.04.2026, 18:00 Uhr Politischer Stammtisch "Roter Rettich"
30.04.2026, 18:00 Uhr DGB-Vormaiempfang