Arbeitsgemeinschaften
Die bisherige Vorsitzende und ehemalige MdB, Dr.Dorothee Schlegel, hat den Staffelstab übergeben, an ein Team, das schon aktiv und nun auch formalbereit ist, sich in den nächsten Jahren im Neckar-Odenwald-Kreis und darüber hinaus für Frauen und Kinder in der Gesellschaft einzusetzen. Und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Frauen ermöglicht, frei und selbstbestimmt die eigeneLebensweise entscheiden zu können. „Dazu“, so die neue Vorsitzende Heidi Trunk, „haben wir viele Ideen. Und diese wollen wir umgesetzt bekommen“. Auch die medizinische Versorgung besonders von Kindern steht auf dem Programm. Kita und Schule müssen besser aufgestellt werden. Das Team für die SPD Frauen besteht aus Heidi Trunk als Vorsitzende, Pratima Sahgal-Weimer und Luisa Nothhelfer als stellvertretende Vorsitzende. Saskia Ackermann, Ella Bürkle, Lisa Bundschuh und Marie Langer sind Beisitzerinnen. Als Delegierte für die Landesversammlungwurden Saskia Ackermann und Heidi Trunk gewählt, Ella, Lisa, Luisa und Marie sind Stellvertreterinnen. Damit wird der Neckar-Odenwald-Kreis zukünftig wieder bei Entscheidungen im Land, in denen es auch um 50 % der Menschheit in Baden-Württemberg geht, nämlich den Fraue, mitreden. Ein großer Dank gilt hier Dorothee Schlegel, die jahrelang ihr Engagement auf verschiedenen politischen Ebeneneingebracht hat und die AG im Neckar-Odenwald-Kreis am Leben gehalten hat. Sie wird das Team um Heidi Trunk weiterhin gerne unterstützen. Die nächsten Aktionen der Gruppe finden am Freitag, 06.03.26 in Walldürn am Rewe-Markt von 16-18 Uhr und am Samstag, 07.03.26 in Buchen von 9-11 Uhr statt. „Wir werden mit Rosen auf den Weltfrauentag aufmerksam machen“, verkündeteHeidi Trunk. Aufgrund der Landtagswahldürfen am Weltfrauentag, 08.03.26, keine Veranstaltungen gemacht werden. Das SPD Frauenteam verkündet zum Abschluss: „Wer bei uns mitmachen will, komme gerne vorbei und spreche uns an. Frauenrechte sind Menschenrechte und dafür stehen wir gemeinsam ein“.
Im Cafe Auszeit in Eberstadt hat sich Patrick Haag den Fragen der Frauen des sozialdemokratischen Frauenstammtisch gestellt. Er forderte auf, die Sorgen und Ängste anzusprechen. Dabei schilderte er auch seine Erfahrungen u. a. aus seiner Tätigkeit als Personalrat, durch den er die Probleme kennt, welche durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entstehen können.
Auch im Freundeskreis erlebt er das klassische Familienmodell, bei dem die Frau zuhause bei den Kindern bleibt, ihr gesamtes Leben umkrempelt, während der Mann weiter sein bisheriges Leben mit Beruf und Freizeitaktivitäten lebt. Anna Cunningham, die Zweitkandidatin der SPD für den Landtag griff das Thema sofort auf und schilderte die Problematik der fehlenden KITA. Die KITA- Problematik ist gleichzeitig ein großes Problem für unsere Wirtschaft. Denn wenn Familien keine Möglichkeiten haben, ihre Kinder gut außerhalb der Familie versorgen zu können, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Arbeitszeit zu reduzieren oder gar nicht zu arbeiten. Meist entscheiden Familien sich dann, dass die Frau zuhause bleibt. Ursachen sind vielfältig, oft leider immer noch die Tatsache, dass Frauen weniger Einkommen haben. Unternehmerinnen und gerade Mitarbeitende in der Pflege können im Neckar-Odenwald-Kreis nur mit Hilfe von Familie, Nachbarn und Freunden ihre Kinder versorgen. Kita Plätze sind knapp, und Betreuungszeiten von 6 - 19 Uhr sind so gut wie nicht vorhanden. Kita Plätze für Nachtschichten gibt es nicht. Das wurde im Neckar-Odenwald-Kreis verschlafen. Dorothee Schlegel, Kreisrätin und Bundestagsabgeordnete a. D. sagte dazu: „Hier war man lange Zeit davon überzeugt: „Wir brauchen das nicht, die Frauen sind ja zuhause!“. Die Bürgermeister, meist männlich, sahen dafür keinen Bedarf und haben sich in der Planung für die Gemeinde andere Themen auf die Fahne geschrieben. Für kostenfreie KITA-Versorgung in ganz Baden-Württemberg mit vernünftigen Betreuungszeiten wird sich Patrick Haag stark machen.
Nach dem man im Sommer in Heidelberg die japanische Kultur und Frauenbild kennenlernte, ging es diesmal nach Mannheim zum Verwaltungsgerichtshof. Dass wir dort von zwei Richterinnen begrüßt wurden, wäre vor 100 Jahren undenkbar gewesen. Als die ersten Frauen ins Richteramt drängten, wurden von Frauenärzten Gutachten erstellt, nachdem die Frau aufgrund Ihrer Anatomie zu launisch wäre und damit ungeeignet für das Amt Recht zu sprechen. Auch die Tatsache, dass Frauen Kinder gebären wurde als Nachteil gesehen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde Frauen noch gänzlich der Zugang zur Bildung verschlossen. Erst 1893 durften in Baden die ersten Frauen Abitur machen. In Preußen war man früher dazu bereit, da sich dort Frauen für Frauen eingesetzt haben. Der klassische Frauenberuf den Männer zuließen, waren die Berufe Erzieherinnen und Lehrerinnen. Tatsächlich findet sich bei den Erzieherinnen noch heute mit rund 90 % ein exorbitanter Frauenanteil. Jedenfalls ist es heute normal, dass Frauen in Richterämter berufen werden. Wenn auch die Leitenden Richterpositionen noch überwiegend männlich besetzt sind. Neben dem Excurs der weiblichen Bildungsproblematik ging es aber auch um die Notwendigkeit der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Hier war Baden mit 1863 sehr früh aktiv und hat den Bürgern die Möglichkeit gegeben, gegen den Staat zu klagen. Heute beschäftigt sich das Verwaltungsgericht mit einer Vielzahl von Themen. Immer wenn Bürger mit den Entscheidungen der Verwaltung nicht einverstanden sind, steht ihnen das Recht zu, hier zu klagen. Wir denken an Windränder, Maskenplicht bei Corona, Ansprüche der Asylbeantragenden, Baurecht und vieles mehr. Auch die Änderung eines Reisepasses kann dort beklagt werden. Im Verwaltungsgericht in Mannheim gibt es dazu einen Ausstellungsraum. Neben vielen Informationen kann man auch mal in eine Richterrobe schlüpfen und testen wie sich das anfühlt. Die Ausstellung kann jederzeit durch Schulklassen und Vereine nach Anmeldung besucht werden. Wir fuhren mit vielen neuen Informationen und Eindrücken wieder zurück in den Odenwald. Einig war man sich, dass auch heute Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht erreicht ist. Wenn sich Menschen als Menschen verstehen und mit Respekt und gegenseitiger Akzeptanz miteinander umgehen, dann haben wir Gleichberechtigung in diesem Land. Und dafür setzen wir uns ein.
Mit Rückenwind aus zwei intensiven Jahren starten die Jusos Neckar-Odenwald in die nächste Amtszeit. Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag in Obrigheim wurden die beiden Vorsitzenden Fabienne Tonini aus Billigheim und Jonas Weber aus Neckargerach einstimmig wiedergewählt. Gemeinsam gehen sie nun ins dritte Jahr an der Spitze des Kreisverbands. Neu in den Vorstand wurde Drilon Abazi aus Walldürn als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer komplettieren Anna-Maria Sauer, Niklas Schaller, Miriam Schmitt, Philipp Hensinger und Christoph Veith das Team.
In ihrem Rückblick erinnerten Tonini und Weber an zahlreiche Highlights: darunter der erste Christopher Street Day in Mosbach, Fahrten nach Straßburg und Berlin, die Mitorganisation der großen Demonstration für Demokratie und Menschenrechte mit über 4.000 Teilnehmenden im Januar 2024 in Mosbach sowie viele weitere Veranstaltungen im ganzen Kreis. Auch bei den Kommunalwahlen war der Einsatz der Jusos beispiellos. So viele junge Menschen wie noch nie kandidierten für die SPD. Zwar reichte es nicht für einen Sitz im Kreistag, doch viele Jusos erzielten beachtliche Ergebnisse und einige sind nun in den Gemeinderäten aktiv.
Ein weiterer Höhepunkt war der Bundestagswahlkampf mit Philipp Hensinger, einem der jüngsten Kandidaten bundesweit. „Auch wenn das bundesweite Ergebnis für die SPD historisch schlecht war, haben wir hier vor Ort viele junge Menschen für die Sozialdemokratie begeistert“, so Hensinger. Die Versammlung dankte ihm für sein außergewöhnliches Engagement und hob hervor, dass er ein besseres Erststimmenergebnis erzielte als die SPD bei den Zweitstimmen.
„Wir meckern nicht nur, wir arbeiten konkret mit“, resümierte Tonini mit Blick auf die Arbeit der letzten Jahre. Auch die SPD-Kreisvorsitzende Dorothee Schlegel bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „Die Jusos sind längst eine tragende Säule im SPD-Kreisverband. Fast der halbe SPD-Kreisvorstand besteht aus Jusos“, so die SPD Kreisvorsitzende Schlegel. „Während andernorts nur vom Generationenwechsel geredet wird, leben wir ihn – und das erfolgreich.“
Die Jusos Neckar-Odenwald laden ein zur öffentlichen Jahreshauptversammlung am
Freitag, 04. Juli 2025
um 18:30 Uhr
in der Pizzeria „Da Giovanni“, Goethestraße 15a, 74847 Obrigheim.
Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Bestätigung der Tagesordnung
3. Wahl einer Zählkommission und Wahlleitung
4. Rückblick
5. Wahl des Vorstands (Vorsitzende, stellvertretende(r) Vorsitzende(r), Beisitzerinnen und Beisitzer)
6. Wahl der Delegierten für den Landesausschuss und die Landesdelegiertenkonferenz
7. Vorbereitung auf die Landesdelegiertenkonferenz
8. Sonstiges / Termine
Während der Versammlung wird Pizza angeboten. Im Anschluss (ab ca. 20:00 / 20:30 Uhr) ist ein gemeinsamer Besuch im Rock 'n' Bowl in Obrigheim geplant. Die Kosten für Pizza und Bowling übernimmt der Verband.
Die Jahreshauptversammlung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist erforderlich und per E-Mail an vorstand@jusos-nok.de möglich.
Wer eine Mitfahrgelegenheit benötigt, kann sich ebenfalls per Mail melden.
Die sozialdemokratischen Frauen trafen sich in der Pizzeria „Noi Due“ in Walldürn, um den Bundestagskandidaten für Odenwald-Tauber, Philipp Hensinger, kennenzulernen. Der Austausch brachte den Teilnehmerinnen viele neue Erkenntnisse über den Kandidaten und seine politischen Ziele.
Philipp Hensinger betonte die Bedeutung der Gleichberechtigung und stellte verschiedene Maßnahmen vor, die Familien im Alltag unterstützen sollen. Dazu gehören die Einführung eines kostenfreien Mittagessens für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen sowie die Ausweitung der Öffnungs- und Betreuungszeiten. Hensinger sprach sich auch für mehr Betriebskindergärten aus, um berufstätige Eltern zu entlasten.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Rentenproblematik, die insbesondere Frauen nach Trennungen in die Armut treiben kann. Hensinger sieht hier Handlungsbedarf und schlägt das Familienpflegegeld vor, um die Pflege zu Hause attraktiver zu machen. Er betonte, dass die SPD die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern und den Mindestlohn auf 15 Euro anheben möchte, was vor allem Frauen im Niedriglohnsektor zugutekommen würde.
Hensinger sprach sich zudem für den Ausbau der Gastfreundschaft in Deutschland aus, um dringend benötigte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Er kritisierte die ausländerfeindlichen Parolen der AfD und teilweise auch der CDU, die Menschen davon abhalten, nach Deutschland zu ziehen.
Sozialdemokratischer Frauenstammtisch
Das Thema ist aktueller denn je. Auch bei der jetzt stattfindenden kurzfristigen Bundestagswahl werden die Frauen unterrepräsentiert sein. In einer Zeit, in der Männer Idiologien verbreiten, mit denen Frauen das Recht auf Selbstbestimmung genommen werden soll, ist das sehr schade. Wir haben uns in Deutschland das Recht auf selbstbestimmtes Leben hart erkämpft. Frauen sollen entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten. Im Moment meint man, dass viele Politiker die sich jetzt um Spitzenämter bewerben, gerade das verhindern wollen. Abschaffung des Bürgergeldes schadet alleinerziehenden Frauen als erstes. Bis heute gibt es den garantierten Kita Platz nicht. Oft sind Kita Plätze nicht leistbar. Frauen leiden unter Gewalt, innerhalb und außerhalb der Familie. In Frauenhäuser müssen Frauen einen Eigenanteil zahlen. Wie soll sich da eine Frau mit Ihren Kindern aus Ihrem Martyrium befreien? Und sind nicht auch die Frauen diejenigen, die sehen müssen, wie sie mit dem Geld zurecht kommen bei immer steigenden Lebensmittelpreisen? Uns geht es bei unserem Sozialdemokratischen Frauenstammtisch darum uns zu vernetzten. Herausfinden, wo hier im Neckar-Odenwald-Kreis die Frauenthemen sind. Deshalb freuen wir uns über jede interessierte Frau. Fragen beantworten wir euch über die SPD Buchen (Mailadresse: markus.dosch@spd-buchen.de). Der nächste Stammtisch findet am 16.01.2025 um 19 Uhr in Walldürn in der Pizzeria Noi Due statt. Wir organisieren auch gerne Mitfahrgelegenheiten. Einfach bei uns melden.
20.10.2026, 19:00 Uhr OV Mosbach-Neckarzimmern Jahreshauptversammlung
22.10.2026 SPD Frauen Frauenstammtisch
23.10.2026, 14:00 Uhr SPD Frauen und Tour