Stellungnahme Tagesordnungspunkt 8: Kreistagssitzung vom 29.11.2010

Veröffentlicht am 05.12.2010 in Kreistagsfraktion

Gesundheitspolitischer Sprecher Norbert Bienek zum Ärztehaus an der NOK-Klinik am Standort Mosbach (Vorlage Nr. K40/2010)

Der Kreis muss sich entscheiden, ob er neue Wege gehen oder den eingefahrenen Kurs fortsetzen will. Daher fordert die SPD-Fraktion den verstärkten Einstieg in regionale Versorgungskonzepte. Alle Beteiligten an der Gesundheitsversorgung müssten ihre Arbeit aufeinander abstimmen. Nach meiner Ansicht zeigen gute Konzepte wie die integrierte Versorgung im Kinzigtal (-> Die Gesundes Kinzigtal GmbH), dass auch ländliche Regionen bei einem abgestimmten Konzept aller Beteiligten eine hervorragende medizinische Versorgung bieten können. Dazu müsse die strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überwunden und die Prävention gestärkt werden.
„Nur das abgestimmte Handeln aller Akteure kann die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum verbessern“, erklärt MdL Katrin Altpeter (SPD). Die einzelnen Vorschläge der Landesregierung beurteilte Altpeter positiv. Sie nützten aber wenig, wenn es keine Verbindung zwischen den einzelnen Akteuren wie Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten oder Notärzten gebe. Wir können nicht allein auf die Freiberuflichkeit der ärztlichen Tätigkeit setzen, sondern müssen für eine gute medizinischen Versorgung unserer Bevölkerung im NOK die Arbeit der Medizinischen Versorgungszentren fördern oder für unsere Region forcieren.
Gerade das Ärztehaus am Krankenhaus bietet eine einmalige Chance. Die Interessen der niedergelassenen Ärzte, die invasive Eingriffe am Patienten planen oder Großgeräte betreiben, werden durch ein solches Angebot gefördert. Die Interessen des Krankenhauses als Anbieter von umfangreichen medizinischen Leistungen werden gestärkt und nicht zuletzt die Interessen der Patienten berücksichtigt, die nur eine Anfahrstelle für ihre Untersuchungen haben und von der Untersuchung über die Diagnose der jeweils umfangreichen Therapie zugeführt werden können, ohne nochmals ans anderes Ende der Stadt fahren zu müssen.
Für die Ansiedlung des normalen Hausarztes, Kardiologen und Internisten bleiben in der Umgebung weiter alle Möglichkeiten offen, aber in der Zusammenarbeit mit Spezialisten ist ein Ärztehaus un-umgänglich!
Natürlich will das Krankenhaus das Ärztehaus gewinnbringend vermieten und auch die finanzielle Basis erweitern. Hier ist sorgfältig zu planen und abzuwägen. Ich hoffe, dass alle Bereitschafterklärungen sich einzumieten auch in belastbare Mietverträge umgewandelt werden!

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