Ute Vogt zu Gast biem Neujahrsempfang der Kreis-SPD
Mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang startete die Kreis-SPD in das neue Jahr. Unter den Gästen im Steinersaal der Mosbacher Volksbank konnte der SPD-Kreisvorsitzende Jürgen Graner zahlreiche Gäste aus allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen des Neckar-Odenwalds begrüßen. Die Neujahrsansprache hielt die SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt.
Graner ging zu Beginn auf das für die Sozialdemokraten sehr schwere Jahr 2007 ein. Insbesondere der frühe Tod von Karl-Heinz Joseph bewege die Sozialdemokraten noch heute „Sein fairer, menschlicher und verbindlicher Politikstil und die gerechte Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger, die mit Anliegen an ihn herangetreten waren, die Herstellung des Kompromisses und das Zusammenführen von unterschiedlichen Positionen und Menschen, waren für ihn charakterisierend und sind für uns alle noch in sehr guter Erinnerung“, so Graner. Dennoch gelte es aus diesem vorbildlichen Verhalten Kraft zu schöpfen und nach vorne zu blicken:
Georg Nelius als neuer Landtagsabgeordneter und Heide Lochmann als neue Vorsitzende der Kreistagsfraktion hätten sich sehr schnell in ihre neuen Aufgaben eingearbeitet. Die SPD habe in den Bereichen Bildung, Energie und Umwelt Zukunftsthemen besetzt, die vor 10 Jahren noch von den politischen Mitbewerbern ideologisch bekämpft wurden.
MdL Georg Nelius ging in seinem Grußwort auf aktuelle Fragen der sozialen Gerechtigkeit ein:
„Ich bin so selbstkritisch und weiß, dass an der von mir skizzierten Lage auch die SPD, die schon seit jetzt 10 Jahren im Bund in der Regierung beteiligt ist, Verantwortung trägt. Wie keine andere Partei haben wir unseren Wählerinnen und Wählern vieles zugemutet, im Interesse unseres Landes. Genauso haben wir aber auch die Verpflichtung jetzt dafür zu sorgen, dass der Aufschwung möglichst bei allen ankommt.“
Auch Landrat Dr. Achim Brötel betonte in seiner Ansprache, dass er mit Karl-Heinz Joseph einen langjährigen Weggefährten verloren habe.
Die ausgeprägt ruhige und sachliche Art seines Nachfolgers Georg Nelius habe er kennen- und schätzen gelernt. Auch für Ute Vogt hatte Brötel Lobesworte parat: „Sie nehmen es mit Ihrer Präsenz in der Fläche sehr ernst“.
„Was wäre wenn, wir drei Wünsche frei hätten?“ begann Ute Vogt ihre Neujahrsrede. Dass sich die Menschen mehr umeinander kümmern, war der erste Wunsch der Vorsitzenden. „Wenn wir uns mehr umeinander kümmern, brauchen wir auch keine Debatten um kriminelle Jugendliche, egal welcher Herkunft, führen“, so die Vorsitzende. Solidarität der Starken mit den Schwachen und zwar von früh an, müsse vorgelebt werden.
„Wir sollten mehr Respekt vor der Leistung der Menschen haben, die arbeiten“, lautete ihr zweiter Wunsch. Stundenlöhne von 3 bis 4 Euro belegten das Gegenteil. Deshalb sei der Einsatz für Mindestlöhne ein wichtiges sozialdemokratisches Ziel.
Als dritten Wunsch führte Vogt mehr internationale Solidarität auf. Es sei wichtig über den Tellerrand hinaus zu schauen. Tag täglich verhungerten immer noch sehr viele Kinder in der Dritten Welt.
Ute Vogt dankte den ehemaligen Landtagsabgeordneten Gerd Teßmer, Karl-Heinz Joseph und dem amtierenden MdL Georg Nelius ebenso für ihr Engagement wie dem SPD-Kreisvorsitzenden Jürgen Graner und dem SPD-Landesvorstandsmitglied Gaby Teichmann für aktive, solidarische und loyale Zusammenarbeit in der Landespartei.
Heide Lochmann leitete mit dem Appell sich politisch in die Gesellschaft einzubringen, mitzubestimmen und mitzubewegen zum anschließenden Empfang über.
Das Programm wurde musikalisch von der Musikschule Mosbach umrahmt. Unter der Leitung von Gesangslehrer Armin Seitz und der Begleitung am Piano durch David Meyer zeigten junge Sängerinnen und Sänger ihr musikalisches Können und begeisterten, die rüber 200 Gäste.
