Vortrag beim SPD-Ortsverein Zwingenberg

Veröffentlicht am 31.01.2008 in Ortsverein

Friedrich Ebert - 1. deutscher Reichspräsident

Gerd Teßmer stellte sein Leben und Wirken vor. Wurzeln im Neckar-Odenwald-Kreis.

Die Mutter stammte aus Neckargerach und sein Vater aus Krumbach. Weitere Ahnen kommen aus Neunkirchen und Zwingenberg. Dieser regionale Bezug war mit ein Grund, sich dem Leben und Werk Friedrich Eberts näher zu widmen.
Wegen mangelnder Zukunftschancen kamen Eberts Eltern nach Heidelberg, wo Friedrich als 5. von 6 Kindern am 4. Februar 1871 geboren wurde. Sein Vater war selbständiger Schneidermeister.
Viele entwurzelte Zuwanderer in die Städte suchten und fanden Hilfe bei den Kirchen, Gewerkschaften und Arbeitervereinen. In diesen Vereinen und politischen Treffen sammelte Ebert Eindrücke und Erfahrungen, die ihn zunächst in Heidelberg und später auf Wanderschaft, in Bremen zur Sozialdemokratie stoßen ließen.
Es ging um geregelte Arbeitszeit, gerechte Entlohnung und Unfallschutz am Arbeitsplatz.
In Bremen wurde er Parteisekretär, später zog es ihn nach Berlin.
Nach Ende des 1. Weltkriegs wurde er zum Reichskanzler ernannt und am 11. Februar 1919 in den ersten demokratischen Wahlen zum Reichspräsidenten gewählt. Doch es gab noch keine demokratische Grundstimmung. Die Kräfte, die Adel, Großbürgertum und Militär zugewandt waren, machten ihm das Leben schwer, zahlreiche Verleumdungsprozesse zermürbten ihn. Als es in der jungen Weimarer Republik allmählich zu einer Stabilisierung kam, starb Ebert im Alter von 54 Jahren in Berlin. Die Beisetzung war am 5. März in Heidelberg.
Der große Verdienst Eberts liegt sicherlich darin, dass er immer ein Verfechter des parlamentarischen Kurses unter Verzicht auf Revolutionen und gewaltsamen Umsturz war. Auf parlamentarischem Wege hat er seine Ziele erreicht: Arbeitszeitverkürzung, Arbeitslosenunterstützung, Ausbau der Sozialversicherung, Wahlrechtsreform (z.B. Frauenwahlrecht), sozialpolitische Reformen und Verfassungsreform.
Die erreichten politischen und sozialen Errungenschaften eines Mannes, der seine Wurzeln im Neckar-Odenwald-Kreis hat, sollten uns im Gedächtnis bleiben.

Nach der Diskussion dankte Vorsitzender Dieter Nowatschka dem Referenten Gerd Teßmer für seine kenntnisreichen und kurzweiligen Ausführungen. Sein Dank galt auch allen Gästen, insbesondere auch den Abordnungen aus Diedesheim, Neckargerach, Neckarzimmern Neunkirchen, Reichenbuch und Waldbrunn.

Von links nach rechts: Vorstandsmitglieder OV Zwingenberg Regina Hable, Dieter Nowatschka und Doris Pierschke, Gabi Teichmann vom Kreisvorstand, Referent und Mitglied des Kreistags Gerd Teßmer, OV-Vorstand Waldbrunn Wilfried Münch und Mitglied des Kreistags Norbert Bienek.

Friedrich Ebert nach einem Porträt aus dem "Vorwärts" des Jahres 1925, erschienen nach dem Tod des sozialdemokratischen Reichspräsidenten.

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