Verdienter Reservist erhält Staufer-Medaille für Engagement im Katastrophenschutz

Veröffentlicht am 11.03.2014 in Pressemitteilungen

Innenminister Reinhold Gall und MdL Georg Nelius würdigen Karl-Heinz Flach

Nicht nur für den Ehrenkreisvorsitzender der Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald der Reservisten, sondern auch für alle Reservisten war es ein großer Tag, als der Innenminister von Baden-Württemberg Reinhold Gall ein der ihren persönlich auszeichnete. 

Eine stattliche Anzahl von Ehrengäste waren der Einladung vom Oberstleutnant d.R. Gerd Teßmer  zum Festakt für Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Flach gefolgt. Außer dem Landesvorsitzenden der Reservisten Hans-Jürgen Blümlein und Fregattenkapitän Ragnar Holz vom Landeskommando  Baden-Württemberg waren neben den Abgeordneten Alois Gerig und Georg Nelius auch der obersten Katastrophenschützer im Kreis Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Michael Keilbach, sowie Polizeioberrat Jürgen Helfrich, Kriminalrätin Andrea Hartmann und Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr für die Blaulichtorganisationen gekommen. Die Bundeswehr war mit ihren Kommandeuren aus Hardheim, Walldürn, Altheim und Neckarzimmern vertreten.

Es war ja auch ein besonderer Anlass, der zu dieser Ehrung führte. Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Flach hatte nach seiner aktiven Zeit als Soldat gezeigt, was ehrenamtliches Engagement ausmacht. Seit 1998 führte er den Kreisverband der Reservisten und hatte – die Hamburger Sturmflut von 1962 noch vor Augen – durch die zahlreichen Kasernenschließungen frühzeitig erkannt, was es bedeuten würde, wenn in Katastrophenfälle die Bundeswehr mit ihrem ‚schweren Gerät‘ einfach nicht mehr da wäre.

So legte er 2003 dem Bundesministeriuum der Verteidigung die Idee mit fertigem Konzept vor, wie die Reservisten  in „Regionalen Initiativen Katastrophenschutz“ die Blaucht-Organisationen sinnvoll unterstützen könnten. Anfangs etwas belächelt, entwickelte sich die „RegIniKatsch“ schnell zu einer geschätzten Ergänzung im Kastastrophenfall. Bereits 2005, nach regelmäßigen Ausbildungsabschnitten von Reservisten im Bergen und Retten, in der ABC-Ausbildung, im Erstellen von Funkbrücken, im Sichern von gefährdeten Plätzen und in der Sanitätsausbildung konnten die Reservisten der ’RegIniKatsch‘ zusammen mit Polizei, DRK, THW, DLRG, Feuerwehr und dem Katastrophenschutz der Landkreisverwaltung in einer Großübung ihre Funktionstüchtigkeit in Haßmersheim vorstellen. Mit von der Partie war der damalige Innenminister als zuständiger „Katastrophenschutz-Minister“.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Gerd Teßmer berichtete zunächst über die Anfänge ab 2003, Reservisten im Katastrophenschutz als Unterstützer auszubilden. Inzwischen sind regelmäßige Aus- und Fortbildungswochenende durchs Land gegangen und 2012 wurde die hiesige Regionale Initiative, die inzwischen zur Modellregion in Baden-Württemberg erklärt worden war, zertifiziert. Heute, nach über 12 Jahren, sind die Reservisten der Deutschen Bundeswehr ganz offiziell zur Rettungs- und Sicherheitskompanie „Odenwald“ dem Logistikbataillon 461 Walldürn zugeordnet. Gerd Teßmer, der anfangs die Verbindungen zur Politik herstellte, verwies auf die Dynamik und Überzeugungskraft von Karl-Heinz Flach, ohne den man die anfänglichen Zweifler nicht hätte überzeugen können.

Mit einem Trommelwirbel und dem Einmarsch der Fahnenabordnungen bereiteten die Reservisten ihrem hohen Gast denn auch einen würdigen Empfang.  Innenminister Reinhold Gall, selbst lange im Katastrophenschutz tätig, war es ein willkommener Anlass nach Mosbach zu kommen, um „einen von uns zu ehren“. Im Auftrag des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg könne er deshalb Karl-Heinz Flach für seine Verdienste mit der Staufer-Medaille auszeichnen und damit zum Ausdruck bringen, wie sehr man die schöpferischen Ideen und deren Durchsetzung des heutigen Ehrenkreisvorsitzenden bewundere und schätze. Denn der inzwischen zu den festen Aufgaben der Reservistenarbeit gehörende Katastrophenschutz wäre ohne die Anfangsidee und die Kreativität von Karl-Heinz Flach nicht oder erst viel später gekommen und zähle heute aber zu den „Säulen der Sicherheitsarchitektur im Land“

Die Abgeordneten Georg Nelius und Alois Gerig würdigten Karl-Heinz Flach als „Aktivposten gesellschaftlichen Engagements“, der „mehr tat, als ein Ruheständler hätte tun müssen“. Landrat Dr. Achim Brötel als der oberste Katastrophenschützer im Kreis hatte von Anfang an mit Karl-Heinz Flach die Zusammenarbeit gesucht und so die positive Entwicklung von der Idee bis zur Vollendung miterlebt. Der Landesvorsitzende der Reservisten Hans-Jürgen Blümlein als langjähriger Weggefährte  ging auf den Menschen Karl-Heinz Flach und seine sympathische Bescheidenheit, aber verbunden mit unbändiger Willenskraft, ein.

Da passte auch das Dankeswort des Geehrten, der einfach nur „tun wollte, was getan werden musste“. Das Schlusswort von Karl-Heinz Flach passte dann auch gut zum Motto der  Reservisten: „Wir dienen Deutschland“, ohne dass man viel darüber redet.

Zusammen mit seiner Frau Waltraud nahm der Ehrenkreisvorsitzende der Reservisten aus der Hand von Innenminister Reinhold Gall die „Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg“ entgegen. Zu den ersten Gratulanten zählten sein Enkel, der stv. Kreisvorsitzende Gerd Teßmer und der Landesvorsitzende Hans-Jürgen Blümlein.

Foto: Kenneth Weidlich

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