SPD NECKARGERACH-ZWINGENBERG

Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion

Veröffentlicht am 23.10.2022 in Allgemein

"Auch wenn die Kreisfinanzen im Mittelpunkt der Beratung der SPD-Fraktion stehen", so begrüßte die Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann die Kolleg*innen am Bildschirm, "sind besonders soziale Themen wichtig für ein gutes Zusammenleben im Kreis. Wenn wir Menschen, die Hilfe suchen, hier oder woanders, unterstützen, ist das ein kleiner und notwendender Beitrag zum Frieden."

Karlheinz Graner diskutierte als Mitglied des Verwaltungsrats der KWiN mit der Fraktion das geplante Abfallwirtschaftskonzept 2023 im Spannungsfeld zwischen Gebühren und Sozialverträglichkeit. Norbert Bienek stellte fest, dass eine dreiwöchige Abfuhr des Restmülls für viele Haushalte unzureichend sei und verwies auf die zuhause gepflegten Menschen, von denen viele mehr Hygienematerialien benötigen. Das gelte auch für Familien mit Kleinkindern. Zusätzliche Belastungen müssen daher im Vorfeld geklärt sein, auch durch eine gute Qualität möglicher zur Verfügung gestellter Säcke.

Erfreulich war, so resümierte Karlheinz Graner aus der Sitzung des Regionalverbands Rhein-Neckar, dass die Verantwortlichen für fast alle Änderungswünsche im Planungsausschuss ein offenes Ohr hatten, bzw. eine Lösung gefunden wurde. Ein offener Punkt besteht noch in Schefflenz "und ich wünsche mir auch da eine einvernehmliche Lösung zu finden und werde mich im Verband dafür einsetzen".

Ralf Schnörr brachte die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftssituation zur Sprache. Ob Handwerk oder Industrie: Aufträge werden z.T. verschoben, Bauvorhaben ausgesetzt, Fachkräfte fehlen oder sind vermehrt krank.

"Wir wollen und müssen daher zwei Dinge in den Blick nehmen", so Dr. Dorothee Schlegel, die einen Antrag auf die Förderung des Ehrenamts vorstellte. Junge Menschen, die sich in den unterschiedlichsten Vereinen oder Initiativen engagieren, sollen im Landkreis und daher bei unseren Unternehmen gehalten werden. Sie sind die Fachkräfte der Zukunft. Zudem ist ehrenamtliches Engagement für den Zusammenhalt vor Ort wichtiger denn je. Über die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung dieser nicht ganz neuen Idee muss natürlich diskutiert werden. Denn es soll den vielen Ehrenamtlichen im Landkreis einigermaßen gerecht werden.

Gabriele Teichmann ergänzte, dass man zu diesem Aspekt bereits bei der AWO im Kreis Überlegungen anstelle, mit der junge Menschen für soziale Berufe im Landkreis gewonnen und gehalten werden können. Heide Lochmann schloss die Sitzung mit den Worten: "Wir werden daran weiterdenken und miteinander praktikable Wege finden, auch um dem Ehrenamt mehr Anerkennung zukommen zu lassen und daraus einen Mehrwert für den Landkreis zu schaffen." 

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