Gabriele Teichmann besucht die Landwirte im NOK

Veröffentlicht am 29.07.2009 in Pressemitteilungen

Auf Einladung der Bundestagskandidatin, Gabriele Teichmanns, kam Elvira Drobinski-Weiß, Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag, zu einer gut organisierten Tour durch den Neckar Odenwald Kreis. Ziel der Tour war es, den Landwirten in unserer Region, auf gleicher Augenhöhe zu begegnen.

Erster Termin war am Vormittag auf dem Bauernhof von Klaus Helm in Lauerskreuz. Zur Besichtigung des Hofes waren, trotz der bereits begonnenen Getreideernte, die Landwirte Herr Weiss aus Mülben und Herr Leibfried aus Guttenbach, sowie der Bürgermeister und Kreisrat der Gemeinde Neckargerach, Ralf Schnörr, mit von der Partie. Herr Helm führte die Gäste durch den Milchviehbetrieb und erläuterte in diesem Zusammenhang die einzelnen Phasen von der Futterbeschaffung bis hin zur Milchabgabe. Auch den erneuerbaren Energien ist man auf dem Hof sehr offen, auf dem Scheunendach befindet sich eine knapp 40 KWp Photovoltaikanlage.
Eine Besonderheit seines Hofes ist die einjährige Betreuung von Drogenabhängigen Jugendlichen.
Den Jungen Menschen, aus meist schwierigen sozialen Verhältnissen wird hier die Möglichkeit gegeben, in Symbiose mit Bauernhof und neuer Familie zu „entziehen“ und einen Neuanfang zu wagen. Im Anschluss an die Besichtigung des Hofes lud Herr Helm die Gäste zu einem kleinen Imbiss ein, bei dem die am Herzen liegenden Fragen beantwortet werden sollten. Zur Diskussion standen natürlich die Themen die die Landwirte im Moment am meisten bewegen wie Agrardiesel, das Beimischen von Biodiesel und der aktuelle Milchpreis. Die Landwirte mahnten in diesem Zusammenhang, „die Politik müsse mehr dafür tun das Bewusstsein für die Landwirtschaft in der Bevölkerung zu fördern, durch eine gesteigerte Öffentlichkeitsarbeit“. Die Bundestagsabgeordnete, Elvira Drobinski-Weiss verlangt auch von den Landwirten sich nach außen offener zu zeigen und ihre Produkte nicht unter Wert zu verkaufen.


Im Anschluss ging es nach Breitenbronn auf den Forlenhof von Hermann Reinmuht. Kreisrat Karlheinz Graner vom SPD Ortsverein Haßmersheim machte die Besucherinnen mit dem Besitzer des Hofes bekannt. Die Fam. Reinmuht betreibt einen Hühnerhof mit ca. 7000 Hühnern in verschiedenen Altersgruppen, den sie im Jahr 2002 von Käfighaltung auf Bodenhaltung umstellte. Außerdem stellt Herr Reinmuht das Futter für seine Hühner ausschließlich selbstständig her. Nach Anfrage von Frau Drobinski-Weiß ob das Futter zu 100% Gentechnikfrei währe antwortete der Besitzer, dass es nicht immer einfach ist, nicht gentechnisch veränderten Soja zu bekommen, da die Anbieter keine Garantie für Gentechnik freie Ware geben. "Politik muss die Sorgen der Bürger bei Gentechnik ernst nehmen und darf keine unnötigen Risiken eingehen. Landwirte, die sich um gentechnikfreie Lebensmittelproduktion bemühen, werden im Stich gelassen“. So die Bundestagsabgeordnete. Herr Reinmuht beklagte außerdem, dass die angeordneten Salmonellen Impfungen für Junghennen für Betriebe mit Hühnern in verschiedenen Altersgruppen eine hohe finanzielle Belastung für seinen Betrieb darstellen. Da ihm Veterinäre bestätigt haben, dass diese Impfungen in Betrieben ohne Salmonellen Befall nicht sinnvoll sind, hält er diesen Schritt für puren Lobbyismus der Pharmaindustrie die hier lediglich ein Produkt verkaufen will. Frau Drobinski Weiß nahm sich der Problematik an und versprach in diesem Zusammenhang Hilfe aus Berlin.


Als letzter Punkt auf der Tagesordnung stand ein Treffen bei der Firma Gätschenberger auf dem Röhrleinshof in Billigheim-Katzental. Wie in den anderen Betrieben zuvor wurde die SPD Delegation, der sich Kreisrätin Dorothee Schlegel von der SPD Billigheim anschloss, von Herr Gätschenberger recht herzlich empfangen. Nach der Besichtigung der Obstverarbeitenden Anlage ging es auch dieses Mal um die Probleme die den 1963 gegründeten Billigheimer Familienbetrieb Heute plagen. Herr Gätschenberger macht die hohe Anzahl an Fälschungen auf dem Saftmarkt die meiste Sorge. Saftkonzentrate aus Polen, sowie Säfte in denen so gut wie kein Fruchtanteil mehr enthalten ist bestimmen die Preise am Markt. Die verwendeten Lebensmittelfarben in den Saft Imitaten sind häufig Allergieauslöser. Die SPD Bundestagskandidatin für den Neckar-Odenwaldkreis und den Main-Tauberkreis, Gabriele Teichmann, versprach sich im Fall eines Erfolges bei der Bundestagswahl im kommenden September für eine verbesserte Deklaration von Lebensmitteln einzusetzen, damit die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land wieder wissen was sie essen und trinken. Des Weiteren spricht sich Herrn Gätschenberger für einen Flächendeckender Mindestlohn aus, da er einstimmig mit der SPD Delegation davon ausgeht das die Firmen die gute Löhne bezahlen sich auf dem Markt selbst benachteiligen. Im letzten Tagesgesprächspunkt ging es um das von der EU angestrebte Schulobstprogramm. Alle reden von "dicken Kindern" und dem dazugehörigen langfristigen Gesundheitsverlust und keiner tut etwas. Dabei ist Obst genau das richtige Mittel die Ernährung der Kinder an Schulen zu unterstützen. Herr Gätschenberger äußerte sich enttäuscht darüber das gute Initiativen immer ausgerechnet an der Finanzierung scheitern.
„Der Tag hat mir gezeigt, dass für einen Austausch zwischen Politik und Landwirtschaft informelle Treffen, wie an diesem Tag, für eine stetige Zusammenarbeit mit den Landwirten unumgänglich sind“,
so Gabriele Teichmann. Elvira Drobinski-Weiß äußerte sich ähnlich und bestätigte, dass sie aus dem Neckar-Odenwald-Kreis viel Arbeit mit nach Berlin nehme.

Homepage SPD Neckar-Odenwald

Nächste Termine

Alle Termine öffnen.

03.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Stand Goldener Mai

06.05.2026, 16:00 Uhr wahrgenommen - wir fragen nach - Baumbusch Bestattungen

07.05.2026, 15:00 Uhr wahrgenommen - wir fragen nach - KWIN/AWN