Den 60. Geburtstag der Bundesrepublik hautnah miterlebt

Veröffentlicht am 03.06.2009 in Ortsverein

SPD-Ortsverein Binau mit Gerd Teßmer auf Berlin-Kundschaft – Neuköllns Wege zur Ausländerintegration kennengelernt

Den 60. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland und die freien Tage nutzte der SPD-Ortsverein Binau zu einer viertägigen Fahrt nach Berlin.

Wie schon in den Vorjahren hatte der Binauer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerd Teßmer seine Beziehungen aus seiner Parlamentarierzeit genutzt, um über die Sehenswürdigkeiten hinaus auch die guten Beziehungen zum Berliner Abgeordnetenhaus und der Bezirksregierung von Berlin-Neukölln zu Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky weiter zu pflegen und auszubauen.
Aber auch ein intensiver Besuch beim früheren SFB, dem heutigen Sender ‚Radio Berlin Brandenburg’ (RBB), und bei den Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestehen des Grundgesetzes und der Bundesrepublik Deutschland rund um das Brandenburger Tor wurden zu Höhepunkten der diesjährigen Berlinfahrt der Binauer Sozialdemokraten. Als besonderer Gast nahm auch der Waldbrunner Bürgermeister Klaus Schölch mit Ehefrau Elke teil.

Die Besuche bei Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky in Neukölln gehören schon lange zu den Höhepunkten der alljährlichen Binauer Ortsvereinsfahrt nach Berlin. Die Reiseteilnehmer konnten nicht nur den Baufortschritt des früheren Schlosses und Gutshofs Britz in Augenschein nehmen,. Dort entsteht mitten in Neukölln eine Freizeitanlage mit alten früher hier heimischen Tierrassen, sondern neben der bereits bestens angenommenen Musikschule ein Ambiente mit Theater- und Konzertsaal und Begegnungsstätte. Bekannt geworden ist Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky allerdings in ganz Deutschland durch seine eigenen Wege zur Integration von Neuköllner Bürgern mit Migrationshintergrund. In anschaulichen Beispielen wurden den Gästen aus dem Odenwald zunächst von Stadtrat Wolfgang Schimmang, dem Neuköllner Dezernenten für Bildung, Schule, Kultur und Sport, vorgestellt, was man sich alles einfallen ließ, um junge ausländische Mitbürger zu regelmäßigem Kindergarten- und Schulbesuch zu bringen. Jürgen Koglin, Präsident der Bezirksverordnetenversammlung berichtete über die schwierige Mehrheitsfindung im Bezirksparlament für solche ‚neuen Wegen’ bei der Integration. Aber bei einem Prozentsatz von etwa einem Drittel Einwohnern mit Migrationshintergrund sei gezieltes Handeln ein Gebot der Stunde.
Dass man in den anderen Berliner Bezirken mit diesen Integrationsbemühungen nicht nur Beifall erhalte, nehme man in Kauf, wenn man feststellen könne, dass diese Neuköllner Angebote mittelfristig erste Erfolge zeigten. Heinz Buschkowsky ging dann in seinem Vortrag auf die verschiedene Aktionen und Maßnahmen ein, die trotz nur vierjähriger Legislaturperiode langfristig angelegt seien. Inzwischen finde das „Neuköllner Modell“ weit über Berlin hinaus Nachahmer und Bewunderer. Denn wie Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky betonte, bei den Bemühungen nach Deutschland gekommenen Migranten neben der Sprache auch deutsche Kultur näher zu bringen, sei „Neukölln überall“.
Nach diesem Lehrstück von aktiver Kommunalpolitik stand beim Besuch des Berliner Abgeordnetenhaus Landespolitik im Vordergrund. Nach einem Einführungsfilm und einer Sonderführung durch das Abgeordnetenhaus, dem ehemaligen Preußischen Landtag, nahm sich die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Karin Seidel-Kalmutzki aus Berlin –Lichtenberg viel Zeit für ihre Gäste aus dem Neckartal. Sie ging auf die schwierige Finanzlage des Landes Berlin ein und sprach auch die zusätzlichen Aufgaben als Bundeshauptstadt an. Berlin habe für den Aufbau zur Bundeshauptstadt zwar erhebliche Unterstützung vom Bund erfahren, sei aber durch seine zusätzlichen Pflichten auch weiterhin auf zusätzliche Bundesmittel angewiesen. Die Vizepräsidentin sprach auch die schwierige Wohnungssituation und die immer noch vorhandene Aufteilung von Ministerien auf Bonn und Berlin an, was mit erheblichen Kosten verbunden sei. Was in und um Berlin tagtäglich durch die zahlreichen Angebote des öffentlichen Personen-Nahverkehr geleistet wird, fand hohe Anerkennung bei den Gästen aus dem Flächenland Baden-Württemberg.
Die bewegte Geschichte des Rundfunks, zunächst als bewusst eingesetztes Propagandamittel im 3. Reich, dann als Medium im Kalten Krieg bis hin zum modernen Landessender für Berlin und Brandenburg erlebte die Besuchergruppe vom SPD-Ortsverein Binau beim Vor-Ort-Termin im früheren ‚Sender Freies Berlin’ in der Masurenallee am Funkturm.
Die Reste der Mauer an der Oberbaumbrücke, die neue Sportarena am Ostbahnhof, das Regierungsviertel und Historisches wie das Charlottenburger Schloss standen weiter auf dem Programm.
Trotz einer riesigen Menschenmenge nahm man das große Angebot der Bundesländer, Bundesorgane und Nachbarländer, die rund um das Brandenburger Tor eine Zeltstadt und mehrere Großbühnen aufgebaut hatten, bewusst an. Die angebotenen Shows, Talk-Runden und das Musikprogramm zeigte, dass die Bewohner der Bundesrepublik 20 Jahre nach dem Mauerfall und 60 Jahre nach ihrer Gründung doch schon zusammen feiern können und wollen und stolz auf ihren demokratischen Staat sind.
Dies machte Klaus Schölch in seinen Dankesworten an Gerd Teßmer auch deutlich, dass dank hervorragender Vorbereitung und ausgezeichnetem Programm alle Teilnehmer an dieser SPD-Reise sich noch lange an das 60. Gründungsjahr der Bundesrepublik und an Berlin erinnern werden.

Die Entwicklung vom Propagandasender im 3. Reich zum modernen Landessender für Berlin und Brandenburg nahm die Besuchergruppe des SPD-Ortsvereins (Gruppenfoto) ebenso in Augenschein wie die historischen Bauten aus preußischer Zeit wie das Charlottenburger Schloss, das von Gerd Teßmer und Kenneth Weidlich erläutert wurde.

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