SPD-Spitzenkandidat Dr. Nils Schmid besuchte im Rahmen seiner Dialogtour Mosbach
Von Claus Kaiser
Im Rahmen seiner „Dialogtour“ machte der 37-jährige Mappus-Herausforderer Schmid auch Station in Mosbach, um Georg Nelius, den SPD-Kandidaten des Neckar-Odenwald-Kreises (NOK) im Wahlkampf zu unterstützen.
180 Gäste aus dem gesamten NOK folgten der Einladung in die Deetken-Mühle.
Georg Nelius präsentierte in der gebotenen Kürze dem Landesvorsitzenden und Vizefraktionschef der Landes-Sozialdemokraten Mosbach und den NOK. Die Zukunftsthemen gute Arbeit, die Verankerung der Zukunftstechnologien im Land, eine Reform des Bildungswesens, die Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Fläche, sichere kommunale Finanzen und der Ausbau der Erneuerbaren Energien beschäftigten auch die Menschen im NOK.
Der Meinungsstreit zwischen Parteien, so Nelius, die Gegensätze zwischen Regierung und Opposition gehörten zum Alltagsgeschäft und zeitigten oft gute Ergebnisse, auch im und für den NOK. Im Dualismus der beiden Abgeordneten des Neckar-Odenwald-Kreises werde durchaus „eine charmante Variante“ deutlich, die da hieße: Zwei schaffen mehr als einer“, was für die Menschen im Kreis nur von Vorteil sein könne.
Das höchste Recht jeden Bürgers sei das Wahlrecht. Bei den anstehenden Landtagswahlen gehe es um die Zukunft unseres Landes, aber auch darum, ob unser Wahlkreis weiter mit zwei Abgeordneten vertreten sein werde. Das gelinge nur, wenn auch er als SPD-Abgeordneter wieder gewählt werde.
Die SPD mache den Wählern ein Angebot, das sich sehen lassen könne. Mit Dr. Nils Schmid habe man einen Spitzenkandidaten, der mit seiner langjährigen Erfahrung als Abgeordneter und Finanzexperte auch der Mann sei, der einen neuen Politikstil in Baden-Württemberg glaubwürdig verkörpere. Unser Land brauche einen modernen Ministerpräsidenten, der für Bürgernähe, statt Bevormundung, für Offenheit und Transparenz, statt Geheimdiplomatie und Seilschaften, und für Gemeinwohl statt Einzelinteressen stehe.
Die Grundzüge neuer sozialdemokratischer Politik für Baden-Württemberg stellte der gelernte Jurist Dr. Nils Schmid vor. In seinem Impulsreferat erinnerte er zunächst an das historische Datum 27. September 1998, als nach 16 Jahren Helmut Kohl als Bundeskanzler mit Gerhard Schröder eine Aufbruchstimmung hin zu einem moderneren Deutschland entstanden sei. Genauso solle nach 58 Jahren CDU an der Macht der 27. März mit der Abwahl von Schwarz-Gelb zu einem historischen Tag für Baden-Württemberg (BW) werden. Schwarz-Gelb habe seine Chance gehabt und sie vertan. Sozialabbau und Entsolidarisierung der Gesellschaft habe BW immer weiter geschwächt. Die SPD wolle wieder Wohlstand und Sicherheit für die Familien. Wohlstand und Sicherheit fielen nicht vom Himmel. Eine starke Wirtschaft brauche ein gutes Fundament in der Infrastruktur, sprich Bildung. Mit einer SPD an der Regierung werde sich ändern, dass der Bildungserfolg von der sozialen Herkunft abhänge. Der Spitzenkandidat forderte gleiche Bildungschancen für alle, wobei der Zugang zur Bildung „vom Kindergarten bis zur Hochschule kostenlos“ sein müsse“. Des Weiteren forderte Dr. Nils Schmid faire Arbeitsbedingungen in der Wirtschaft: „BW soll Musterland guter Arbeit werden, es muss gelten, gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, eine nachhaltige und ökologische Wirtschaftspolitik, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine gelungene Integration von Ausländern in die Gesellschaft.
Der Kauf von ENBW-Aktien am Parlament vorbei „stinkt stark nach Vetternwirtschaft und damit muss Schluss sein“. So machte sich Schmid stark für eine transparente Regierungspolitik „mit Substanz und Respekt auf Augenhöhe mit den Bürgern“. Nach 20997 Tagen CDU-Herrschaft bestehe am 27. März mit einer starken SPD die historische Chance zu einem Wechsel. Und mit dabei solle auch wieder George Nelius als starke Stimme des NOK sein.
Im Anschluss hatte das Publikum noch die Gelegenheit in einer von Peter Maurus referierten Fragerunde die angesprochenen Themen noch zu vertiefen. Dabei ging es unter anderem auch um Ärzteversorgung, Arbeitsplätze, Landwirtschaft, Ausbau der Neckarschleusen und Leiharbeit. Eine klare Absage wurde weiteren Steuersenkungen erteilt. Wohl wichtigste Botschaft in der sehr sachlich geführten Diskussion aus dem Munde des Mannes, der nächster baden-württembergischer Ministerpräsident werden will: „Hinter Bildung muss alles zurückstehen“.

SPD-Spitzenkandidat Dr. Nils Schmid stellte in der Mosbacher Deetken-Mühle die Grundzüge neuer sozialdemokratischer Politik für das Land vor. Im Anschluss hatten die Besucher der Wahlveranstaltung die Gelegenheit Fragen an Schmid und Georg Nelius (rechts) zu stellen. Links auf dem Bild Moderator Peter Maurus.