Masterplan zum JVA-Ausbau beleuchtet

Veröffentlicht am 03.01.2009 in Pressemitteilungen

SPD-Strafvollzugsbeauftragter Sakellariou und MdL Nelius in Adelsheim

Zwei ganz unterschiedliche Besuchseindrücke erhielt Landtagsabgeordneter Georg Nelius im Dezember in der Adelsheimer Jugendvollzugsanstalt.

Beim Weihnachtsbasar am ersten Adventswochenende beeindruckte ihn die angenehme Atmosphäre sowie die Produktvielfalt der Kreativgruppen und –Werkstätten. Nun kam er mit Nikolaos Sakellariou, dem Strafvollzugsbeauftragten der SPD, zu einem Arbeitsbesuch um die Situation im Jugendstrafvollzug nach Inkrafttreten des Jugendstrafvollzugsgesetzes im August 2008 sowie die bauliche Situation in der JVA in Augenschein zu nehmen.
Knapp zwei Stunden blieben Anstaltsleiter Dr. Walter und Baureferenten Dietmar Stern um den im Haushaltsberatungsstress stehenden Politikern die Entwicklung der Aufgaben in der jüngsten Vergangenheit und die gewaltigen Bauplanungen der Hochbauverwaltung zu erläutern. In den nächsten 10 Jahren sollen mit einem Investitionsvolumen von 13,6 Millionen Euro umfangreiche Umbau, Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen, u.a. 160 zusätzliche Haftplätze im Rahmen des „Haftplatzerweiterungsprogramm“ des Landes, realisiert werden.
Dass die Bauerhaltung vernachlässigt wurde war für die Besucher beim Rundgang unübersehbar, Walter schilderte seine vielfältigen dringlichen Bemühungen um Abhilfe im letzten Jahrzehnt, nun werde Abriss und Neubau diskutiert. Als ein gelungenes Beispiel der Sanierung bestehender Bausubstanz präsentierte man das 2006 generalsanierte Hafthaus F, an dem deutlich wurde, dass „plattmachen“ nicht die einzige Möglichkeit zur Sanierung des Unterkunftsbereiches darstelle. Die Frage sei, mit welcher Qualität und welchem Mitteleinsatz man baue, solide Arbeit erfordere bei der Durchführung zwar höheren Erstkosten, doch mittel - und langfristig zahle sich dies für den Steuerzahler vielfach aus. Erkennbare Skepsis beschlich die Besucher hinsichtlich der veranschlagten Bausumme angesichts des Umfangs der Bauprojekte. „Wer vergrößern will, muß zunächst Infrastruktur im Schul- und Ausbildungsbereich schaffen“, so MdL Nelius. Zumal das Jugendstrafvollzugsgesetz einen einklagbaren Rechtsanspruch auf schulische und berufliche Förderung enthalte. Dem diene auch der vom Justizministerium aufgegebene Ausbau der Anstaltsschule zur Ganztageseinrichtung, der natürlich auch bauliche Aspekte mit sich bringe, wie Walter erläuterte. MdL Sakellariou, als Strafvollzugsbeauftragter regelmäßiger Besucher der Anstalt, will nun das Haftplatzerweiterungsprogramm im Hinblick auf Flexibilität durchforsten. Der Gedanke der Gäste, möglicherweise bereits im Rahmen des angekündigten Konjunkturprogrammes Maßnahmen vorzuziehen, die die Infrastruktur verbessern ohne Zukunftsplanungen zu blockieren, fanden den Zuspruch des Gefängnisdirektors. „Die geplanten Aus- und Umbauten in Schule, Arbeitswesen und Verwaltung brauchen wir dringend. Überbelegt sind wir seit einiger Zeit nicht mehr, glücklicherweise sind auch keine Tendenzen dahingehend erkennbar. Deshalb hoffen wir auf diese bedarfsgerechte Reihenfolge!“

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