Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Limbach berichtete MdL Georg Nelius (SPD) im Rahmen einer „Kommunalen Werkstatt“ über die Zukunft der Schulen im ländlichen Raum.
Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Limbach berichtete MdL Georg Nelius (SPD) im Rahmen einer „Kommunalen Werkstatt“ über die Zukunft der Schulen im ländlichen Raum.
SPD-Vorsitzender Valentin Kern konnte hierzu auch Bürgermeister Bruno Stipp, den Leiter der Limbacher Hauptschule Eduard Roll, den Konrektor der Mudauer Hauptschule Walter Herkert, sowie Kreisrat Pius Hemberger und den Fördervereinsvorsitzenden der Limbach Hauptschule Karl Schönig begrüßen.
MdL Georg Nelius machte deutlich, dass Bildung in erheblichem Maß von der Herkunft abhängt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind eines Arbeiters ein Hochschulstudium absolviert sei deutlich geringer als bei Kindern von Akademikern. Diese Selektion würde durch das dreigliedrige Schulsystem weiter verschärft. Der SPD-Landtagsabgeordnete forderte daher ein längeres gemeinsames Lernen, denn über den künftigen Bildungsweg könne nicht bereits nach der vierten Klasse entschieden werden. Froh zeigte sich Nelius über die Entwicklung in der Ganztagesbetreuung. Diese werde heute auf breiter Front positiv angenommen und nicht länger ideologisch bekämpft. Darüber hinaus müsse die Elementarbildung im Kindergarten höhere Aufmerksamkeit gewinnen.
Bürgermeister Bruno Stipp erläuterte die Situation in der Gemeinde Limbach. Die Gemeinde leiste sich ein dezentrales Konzept, bei dem in den einzelnen Ortsteilen Kindergärten vorhanden sind. Nach einer Umfrage unter den Eltern wurde eine Kleinkindbetreuung nicht als notwendig erachtet. Ein positives Fazit zog Bürgermeister Stipp von der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Fahrenbach bei der Hauptschule. Bei insgesamt sinkenden Schülerzahlen seien Kooperationen in diesem Bereich sehr sinnvoll.
Eduard Roll berichtete über deutlich sinkende Schülerzahlen an der Haupt- und Werkrealschule Limbach. Dies liege zum einem an der demografischen Entwicklung, zum anderen am schlechten Image der Hauptschule. Der schlechte Ruf werde aber dem tatsächlich hohen Leistungsniveau der Schule nicht gerecht. Bemängelt wurde vom kommissarischen Schulleiter die schlechte Lehrerversorgung, die zu einer häufigen Neugestaltung des Stundenplanes führte. Insgesamt wurde bedauert, dass Bildung immer stärker vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Dem müsste verstärkt entgegengewirkt werden.
In einer abschließenden Diskussion kam Kritik an der Verlegung des Schulamtes von Mosbach nach Mannheim auf. Ein solches Vorgehen von Kultusminister Rau (CDU) habe nichts mit Bürgernähe zu tun. Auch stieß auf Ärgernis, dass die Landesregierung in Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 oder die neue Stuttgarter Messe investiert, gleichzeitig aber Mittel beim ländlichen Raum kürzt.
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