Wohnen im Fokus: SPD diskutiert mit Klaus Ranger MdL in Buchen über Lösungen für die Baukrise

Veröffentlicht am 07.07.2025 in Kommunalpolitik

Die SPD Neckar-Odenwald hat zu einem Fachgespräch mit dem baupolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Klaus Ranger MdL, ins Prinz Carl nach Buchen eingeladen. SPD-Kreisvorsitzender Markus Dosch machte dabei deutlich: Keine Partei beschäftigt sich so ernsthaft und umfassend mit dem Thema Wohnen und Bauen wie die SPD. In Zeiten von steigenden Mieten, ausbleibenden Neubauten und aussterbenden Ortskernen setzen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf konkrete Lösungen statt auf politische Floskeln.

„Wir brauchen realistische und gleichzeitig mutige Entscheidungen, wenn wir beim Wohnungsbau wieder vorankommen wollen“, so Klaus Ranger. Die Baukosten seien zudem mittlerweile so hoch, dass selbst bei bestem Willen kaum noch bezahlbarer Wohnraum entstehe. „5.000 bis 6.000 Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit – ohne dass daran ein Investor schon etwas verdient hat.“ Die Konsequenz ist: Immer weniger Wohnraum, immer mehr Druck auf Mieterinnen und Mieter.

Als Beispiel für gelungenes Gegensteuern nannte Ranger den „Hamburger Standard“, mit dem unter SPD-geführter Regierung in Hamburg die Bauvorschriften gezielt vereinfacht wurden. „Das zeigt: Wenn der politische Wille da ist, lässt sich Bauen schneller und günstiger machen.“ Genau solche Erleichterungen brauche es auch in Baden-Württemberg, etwa durch eine mutigere Landesbauordnung, mehr kommunale Entscheidungsfreiheit bei Stellplatzschlüsseln oder niedrigere Standards im Bebauungsplan.

„Wohnen ist längst die soziale Frage unserer Zeit und wir als SPD sind die einzige politische Kraft, die sich hier im Neckar-Odenwald-Kreis wirklich um Lösungsvorschläge kümmert“, sagte Dorothee Schlegel, Kreisrätin und Kreisvorsitzende der SPD Neckar-Odenwald. „Ob jung oder alt, ob Familie oder Alleinlebende – immer mehr Menschen finden keine bezahlbare Wohnung mehr in ihrer Heimat. Gerade in ländlichen Regionen ist das ein ernstes Problem.“

Sie betonte zugleich die Rolle der Kommunen: „Vor Ort wird umgesetzt, nicht in den Ministerien. Deswegen brauchen Städte und Gemeinden mehr Unterstützung vom Land, und vor allem mehr Freiheiten.“ Dass Bund und Land zunehmend an den Kommunen vorbei planen, sei ein Fehler.

Auch die kommunale Ebene will die SPD nicht aus der Verantwortung entlassen. Jürgen Mellinger, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, erklärte: „Wir erleben überall im Kreis Leerstände und gleichzeitig einen eklatanten Mangel an Mietwohnungen, insbesondere für junge Menschen, Familien und Seniorinnen und Senioren. Wenn wir die Ortskerne nicht stärken und stattdessen nur auf Einfamilienhäuser im Speckgürtel setzen, verlieren unsere Gemeinden langfristig ihre Seele.“

Die SPD im Kreistag erarbeitet deshalb konkrete Anträge für mehr sozialen Wohnungsbau, für die Förderung genossenschaftlicher Modelle, für die Beratung privater Vermieterinnen und Vermieter und für mehr bezahlbaren Wohnraum auch auf Flächen des Kreises.

„Weder Land noch Bund werden die Probleme im Wohnungsbau mit einem einzigen Gesetz lösen – aber mit einem Bündel an Maßnahmen können wir gemeinsam auf vielen Ebenen etwas bewegen“, betonte Jonas Weber, stellvertretender Kreisvorsitzender. Wichtig sei, das Thema dauerhaft ganz oben auf der politischen Tagesordnung zu halten. „Wohnen ist keine Randnotiz, sondern ein Grundrecht – und genau so behandeln wir es als SPD auch.“

Einig waren sich alle Anwesenden: Es braucht jetzt keinen weiteren Aufschub, sondern entschlossenes Handeln. Ob über Landesbürgschaften für gemeinwohlorientierte Wohnprojekte, flexiblere Bauvorschriften oder gezielte Investitionen in lebendige Ortszentren – die Werkzeuge liegen auf dem Tisch.

Die SPD Neckar-Odenwald kündigte an, das Thema Wohnen auch in den kommenden Monaten weiter intensiv zu bearbeiten, mit Fachgesprächen, kommunalen Initiativen und politischem Druck. Denn, so Dorothee Schlegel abschließend: „Wenn wir das Thema Wohnen nicht anpacken, bleibt es liegen und das können wir uns angesichts der Lage auf dem Wohnungsmarkt einfach nicht leisten.“

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