Vorstandssitzung des Arbeitskreises für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD tagte in Hüngheim

Veröffentlicht am 01.07.2008 in Arbeitsgemeinschaften

"Verlängerung der Altersteilzeit wird von der AfA befürwortet"

Ravenstein/Hüngheim. Unter dem Motto: "Gute Arbeit – Sicherheit im Alter" leitete Hartmut Laser die Vorstandssitzung der AfA des SPD-Kreisverbandes in Hüngheim im Landgasthof „Zum Brunnenwirt“.

Die zweite Vorstandssitzung unter seiner Leitung stand ganz im Zeichen aktueller Arbeitnehmerfragen, die geplante Verlängerung der Altersteilzeit ist das aktuelle Thema der AfA. Der Parteibeschluss der SPD, die staatliche Förderung der Altersteilzeit die im Jahr 2009 ausläuft, bis zum Jahre 2015 zu verlängern wurde deshalb kontrovers diskutiert. Kritiker betonen, „Die Verlängerung der Altersteilzeit soll den Steuer- und Beitragszahler deutlich mehr Geld kosten als bisher bekannt“. Die geförderte Altersteilzeit sei "unnötig, teuer und schädlich" behauptet der DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun.
Die SPD will bisherige Härten bei der Rente mit 67 abmildern. Noch in dieser Wahlperiode wollen die Sozialdemokraten deshalb die flexiblen Übergänge vom Erwerbsleben in den Ruhestand ausbauen. Kernpunkt der Pläne ist eine Verlängerung der Ende 2009 auslaufenden Regelung der staatlich geförderten Altersteilzeit um weitere sechs Jahre. Außerdem sollen Arbeitnehmer schon mit 60 statt wie bislang erst mit 63 Jahren in Teilrente gehen können.
Der AfA-Vorstand spricht sich deutlich für eine Verlängerung der staatlich geförderten Altersteilzeit aus. Gabriele Teichmann (aus Neckarzimmern) meint dazu: „Die Rente mit 67 ist nicht für jeden machbar, wir müssen deshalb flexiblere Lösungen finden für Arbeitnehmer die nicht solange arbeiten können.“ Norbert Scheurig (aus Haßmersheim) erwidert: „Die Altersteilzeit ist gut, wir müssen nur die Bedingungen eindeutig definieren um den Missbrauch dieser Regelung auszuschließen. Es kann nicht falsch sein, wenn Berufsanfängern so ein Berufseinstieg geschaffen wird.“ Hartmut Laser (aus Ravenstein) erwidert: „Die Altersteilzeit ist ein Weg von vielen, wir die SPD dürfen die Leistungsträger unserer Gesellschaft nicht vergessen. Die SPD kümmert sich zurzeit um viele Arbeitnehmergruppen und vergisst die Leistungsträger. Was nützt ein Mindestlohn wenn der durch einen zu teuren Anfahrweg erheblich gemindert wird. Die Bundesregierung verdient durch die hohen Kraftstoffpreise kräftig mit am Arbeitsweg Bei einem Liter Kraftstoff zum Preis von 151,9 Cent fließen 90,11 Cent an den Staat. Die Steuerpolitik ist daher einer der wichtigsten Einflussfaktoren in der Preiszusammensetzung. Wir fordern deshalb, die Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer wieder einzuführen oder die Ökobesteuerung wieder deutlich zurückzufahren.“
In der Vorstandssitzung in Ravenstein standen weitere brisante Themen auf der Tagesordnung, die lebhafte Diskussionen auslösten. Der Vorstand legte fest, dass in kürzeren Abständen Vorstandssitzung durchgeführt werden um die einzelnen Sachthemen ausführlicher zu behandeln.

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