Viele Themen an einem Tag

Veröffentlicht am 02.06.2009 in Wahlen

SPD-Europakandidat Peter Simon im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs „Der Neckar-Odenwald ist nicht nur durch seine wunderbare Landschaft eine Perle in der Metropolregion, sondern habe auf den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Gebieten einiges zu bieten“, so der SPD-Europakandidat Peter Simon bei seiner Rundfahrt durch den Neckar-Odenwald. „Ich habe viel über diese reizvolle Gegend gelernt“, so Peter Simon.

Soziales, Kultur, Wirtschaft und Landwirtschaft waren schließlich auch die Themenschwerpunkte, die der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Karlheinz Graner für die SPD-Bundestagskandidatin Gabriele Teichmann und für den SPD-Europakandidaten Peter Simon aus Mannheim zusammengestellt hatte. Stationen waren Osterburken, Haßmersheim und Breitenbronn. In Osterburken wurde der Besuch von Bürgermeister Jürgen Galm und der Heimleiterin Frau Müller-Teichert des AWO Pflegeheimes begrüßt. Engagiert stellte Müller-Teichert das Pflegeheim vor, das vor rund 16 Jahren gebaut wurde. Es ist noch immer in einem ganz hervorragenden Zustand. Große Sorgen machen der Heimleitung, dass illegale Beschäftigungen aus Osteuropa in der „Pflege“ zunehmen und die Menschen vor einer qualitativen Pflege abhalten. Es sei wichtig in der EU Rahmenbedingungen zu schaffen, die illegalen Pflegetourismus und Lohndumping verhindern sollen. Auch Kulturelles stand mit dem Besuch des Römermuseums in Osterburken auf dem Programm. Bürgermeister Jürgen Galm erläuterte, dass man durch Zufall beim Ausheben einer Baugrube 1982 fündig wurde. Bürger aus Osterburken hatten damals die Fundstätte besetzt, um das heutige UNESCO-Welterbe zu sichern. SPD-Europakandidat Peter Simon war vom Museum sichtlich begeistert und sprach sich dafür aus, dass dieses Museum und Weltkulturerbe eine Perle in der Metropolregion Rhein Neckar werden müsse. Bei der Firma Motip-Dupli in Haßmersheim erwartete Betriebsleiter Ralf Mündörfer die Delegation. Im Besprechungszimmer freute sich der Geschäftsführer Silvio Keller ganz besonders über den Besuch: Die Wirtschaftskrise zeige auch bei uns ihre Auswirkung, alle Mitarbeiter müssen sich darauf einstellen. Ausgelaufene Verträge konnten nicht mehr verlängert werden. Auch habe man älteren Mitarbeitern den Weg in den Ruhestand erleichtert. Der Personalstand musste von 330 auf 280 reduziert werden. Alle Mitarbeiter vom Inhaber, über die Geschäftsleitung bis hin in die Fertigung haben einvernehmlich mit dem Betriebsrat auf 8 Prozent ihres Lohn und Gehaltes verzichtet um nicht in die Kurzarbeit abzurutschen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch mit sehr größeren Einbusen rechnen müsse. Jedoch habe man eine Sozialklausel, dass bei Löhnen unter 1850 Euro keine Kürzung vorgenommen werde, so der Geschäftsführer Silvio Keller. Dankbar zeigte sich Keller gegenüber der Delegation für die stetige Unterstützung bei großen und kleinen Problemen in der Vergangenheit. So denke man noch zurück als es der Firma schlecht ging. Zuletzt beispielsweise bei der Paint-Richtlinie in der EU, die beinahe viele Arbeitsplätze gekostet hätten. Keller bedankte sich bei Graner, der wie immer alle Hebel in Bewegung gesetzt und Kontakte zu Politikern aller Ebenen hergestellte habe. Aber auch die Landwirtschaft, ein wichtiges Standbein der Wirtschaft im Neckar-Odenwald-Kreis, kam bei der Rundfahrt nicht zu kurz. Station war der Landwirtschaftsbetrieb „Forlenhof" in Breitenbronn. Der Familienbetrieb von Hermann Reinmuth hat sich auf die Eierproduktion spezialisiert. Mit dabei waren auch MdL Georg Nelius und der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Grasser. Landwirt Reinmuth berichtete aus einer alltäglichen Arbeit und davon, dass er mit zahlreichen Verordnungen und Richtlinien konfrontierte werde. Er betreibt die Legehennenaufzucht und vermarktet die Eier direkt in der näheren Umgebung von Bad Rappenau bis nach Eberbach. Die starken Schwankungen auf dem Markt bis hin zu den Auswirkungen der Vogelgrippe - der Landwirt trage das volle Risiko. Nicht nachvollziehbar sei, dass bei Tierkrankheiten im Stall nicht nach dem Urheber der Krankheit gesucht werde, sondern das Töten aller im Stall befindlicher Hühner vorgeschrieben sei. Genauso sei es bei der Ursachenerkennung, hier werde nicht das Ei, sondern der Kot als Maßstab genommen. „Wir stehen dadurch immer wieder mit einem Bein vor dem „Aus“, so der besorgte Landwirt. Er hat 3000 Hühner auf dem Hof. Ein Huhn lege im Schnitt 0,8 Eier pro Tag. „Wir machen unser Futter auf dem Hof selbst“, so Reinmuth. In der anschließenden Diskussion stellte Hermann Reinmuth fest, dass es für ihn nicht nachvollziehbar sei, dass in Deutschland alles wesentlich enger ausgelegt werde, als in Frankreich oder den Ost-Europäischen Ländern. Peter Simon nahm dazu Stellung: „Wenn in Europa ein Gesetz oder eine Verordnung oder Richtlinie verabschiedet wird, dann gilt diese für alle Mitgliedsstaaten.“ Es werde oft von den eigenen Ländern noch strengere Regeln draufgepackt. „Für den Produzent wird dies leider nicht immer deutlich und so ist die EU immer der Schuldige“, so der Europapolitiker. Peter Simon dankte Familie Hermann Reinmuth für die klaren Worte. „Nur so können wir auch einiges aufklären aber auch verändern“, so Peter Simon.

Homepage SPD Neckar-Odenwald

Nächste Termine

Alle Termine öffnen.

30.04.2026, 18:00 Uhr DGB-Vormaiempfang

01.05.2026, 11:00 Uhr SPD OV Waldbrunn-Fahrenbach Maikundgebung

03.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Stand Goldener Mai