Tiefere Einblicke in deutsche Geschichte und aktuelle Politik bei der SPD-Berlinfahrt

Veröffentlicht am 24.06.2012 in Ortsverein

Die Wohnungen der „Hufeisensiedlung“ und die Hasenheide als historische Stätten in Neukölln kennengelernt
Es hat nun schon eine lange, erfolgreiche Tradition, dass Gerd Teßmer eine gelungene Mischung aus politischem, historischen und aktuellen Berlin, den Charme der Bundeshauptstadt, die politischen Entscheidungszentren und die geschichtsträchtigen Orte neu zu beleuchten und die politische Diskussion zu führen.


Landespolitik aktuell gab es im Berliner Abgeordnetenhaus mit Präsidiumsmitglied Ellen Hausdörfer für die SPD-Reisegruppe aus dem Neckar-Odenwald-Kreis.

Nun war schon die 36. Berlin-Fahrt des SPD-Ortsvereins Binau, die Teßmer in Folge organisierte. Und auch dieses Mal war das Angebot wieder so attraktiv, dass die 50 Busplätze nicht ausreichten und viele vertröstet werden mussten. Dieses Jahr wurden nicht nur der Deutsche Bundestag und das Berliner Abgeordnetenhaus aufgesucht, sondern auch Aspekte der DDR-Zeit aufgegriffen und aufgearbeitet. Dass die Berliner Bezirke ihr politisches Eigenleben führen, wurde – so wie schon in den Jahren davor - im Bezirk Neukölln in Augenschein genommen.
Den Auftakt der diesjährigen Berlinfahrt bildete ein Besuch im Deutschen Bundestag und eine Wanderung durch Berlin-Mitte mit all seinen markanten Bauten rund um das Brandenburger Tor und den Potsdamer Platz. Dass man dabei die größte Fronleichnamsprozession Deutschlands rund um den Deutschen Dom auf dem Gendarmenmarkt miterleben konnte, war ein unerwartetes Erlebnis im mehrheitlich protestantischen Berlin.
Am zweiten Tag bedeutete der Besuch des ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnisses in Hohenschönhausen eine Erinnerung an die noch gar nicht so lange beendete Diktatur in der DDR. Authentisch geführt von ehemaligen politischen Häftlingen hinterließen die Methoden der Stasi kaltes Erschauern, aber auch die Mahnung, gegen totalitäre Regime wachsam zu sein und den Anfängen zu wehren.
Welche Probleme Berlin als Bundes- und Landeshauptstadt hat, wurde dann beim Besuch des Berliner Abgeordnetenhauses deutlich. Präsidiumsmitglied Ellen Hausdörfer (SPD) diskutierte mit den Besuchern aus dem Neckar-Odenwald-Kreis über die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt, den immensen Kosten für Repräsentation als Hauptstadt Deutschlands und die verschiedenen Lösungswege, um die Zuwanderer aus ganz Europa möglichst schnell einzugliedern. „Wir nehmen für Bildung, Berufsförderung und preiswertes Wohnen viel Geld in die Hand, um die Probleme von heute so zu lösen, dass wir die Zukunft meistern können“, betonte die Landtagsabgeordnete aus dem Bezirk Treptow Ellen Hausdörfer. Nach dem intensiven Gedankenaustausch hatte die SPD-Gruppe noch Gelegenheit, den früheren preußischen Landtag, in dem heute das Bertliner Parlament tagt, näher kennenzulernen.
Einen weiteren Höhepunkt bildete der Besuch des Bezirks Neukölln. Hier stand zunächst der Besuch der Mustersiedlung aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die “Hufeisen-Siedlung“, an. Diese auch heutigen modernen Wohnansprüchen noch genügenden Wohnanlage gehört inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Aus einem sozialen Brennpunkt von damals ist heute eine begehrte Mustersiedlung mit Grünanlagen, eigenen Gartenanteilen und nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten geworden.

Auf den Spuren der Turner-Bewegung, die vor genau 200 Jahren auf der Hasenheide in Berlin ihren Ausgang nahm, rief Gerd Teßmer die Teilnehmer dazu auf, unter den Augen des Denkmals vom „Turnvater Jahn“ selbst Lockerungs- und Turnübungen zu unternehmen und sich in die Zeit vor 200 Jahren zurückzuversetzen, wo solche Freiluftübungen noch zu Strafverfolgung der Obrigkeit führen konnten.

Rund um das Neuköllner Schloss Britz ist unter der Verantwortung von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky inzwischen ein grünes Zentrum mitten in Neukölln entstanden, das nicht nur den Neuköllnern einen Ort der Erholung und Naturnähe bietet. Von der Bezirksstadträtin für Bildung Dr. Franziska Grifhey und von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky wurden auch die beharrlichen und nun erfolgreichen Maßnahmen zur Integration der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund vorgestellt. Dass hier der Bezirk Neukölln mit über einem Drittel Zuwanderern eine langfristige Herkulesaufgabe zu bewältigen hat, wurde deutlich. Es zeigte sich aber auch, dass man bei entsprechender Ausdauer Erfolg hat.
Einen weiteren Tag widmete die SPD-Gruppe der Hauptstadt von Brandenburg, mit dem Besuch von Potsdam. Auf engstem Raum kann man hier Baustile von zugewanderten Holländern und Russen erkennen. Seit dem letzten Besuch vor über zehn Jahren hat sich Potsdam in eine liebenswerte Stadt, eingebettet in eine herrliche Seenlandschaft und verbunden mit preußischer Geschichte rund um das Schloss und den Park von Sanssouci, verwandelt.

Als man nach mehreren, durchaus etwas anstrengenden Tagen sich auf die Heimreise machte wurde deutlich, dass die Mischung aus Kultur, Politik und Geschichte auf beim 36. Besuch von Berlin wieder einmal größten Anklang fand.


Ein Schmuckstück besonderer Art ist die „Hufeisensiedlung“ in Neukölln aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die inzwischen zum „Weltkulturerbe“ erhoben wurde. Aber auch die DDR-Vergangenheit wurde beim Besuch des Stasi-Gefängnisses aufgearbeitet.

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