SPD Binau hatte eingeladen – Abgeordnete würdigten den Maifeiertag
Wie schon seit über 30 Jahren hatten die Sozialdemoraten des SPD-Ortsverein Binau auch in diesem Jahr den gesamten SPD-Kreisverband und befreundete Vereine sowie die Bevölkerung zur zentralen Mai-Veranstaltung im SPD-Kreisverband Neckar-Odenwald eingeladen.
Trotz ungünstiger Witterung waren zahlreiche Abordnung von Ortsvereinen aus Diedesheim, Elztal, Mosbach, Osterburken, Obrigheim und Waldbrunn der Einladung gefolgt. Im Weiteren waren die Gewerkschaften, die Naturfreunde, Kirche auf dem Land, die Pfadfinder aus Eberbach und die Binauer Vereine zahlreich vertreten.
Nach der Begrüßung durch den Binauer SPD-Vorsitzenden Gerd Teßmer brachten sich auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel , der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius und Bürgermeister Peter Keller mit Gedanken zum 1. Mai und seine Bedeutung aus heutiger Sicht mit Redebeiträgen ein. Gerd Teßmer wies zunächst auf die Entstehung des Maifeiertages im vorvorletzten Jahrhundert hin und welch langen Kampfes es bedurfte, ehe die Arbeitnehmer „ihren“ Tag als Feiertag durchsetzen konnten.
Der Binauer SPD-Ortsverein habe vor über 30 Jahren diese Art von Mai-.Feiern im Ortsteil Siedlung ins Leben gerufen und seitdem alljährlich diesen politischen Feiertag auch politisch und gesellig begangen. So stehe neben dem Gedankenaustausch über aktuelle Probleme auch die Pflege der Dorfgemeinschaft und des Gedankenaustausches im Mittelpunkt. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgten dabei für ein gemütliches Klima und für Speis und Trank.

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel wies in ihrem Grußwort auf die Tradition des Maifeiertags in Binau, im Kreis und im Land hin und ging darauf ein, was dieser Tag der Arbeitnehmer auch heute noch bedeute. So sei der gerade erst mühsam erstrittene Mindestlohn ein Erfolg der SPD für alle Arbeitnehmer auf dem Weg, um zu erreichen, dass man von seiner Arbeit auch leben könne. So hätten von der Einführung des Mindestlohnes in ganz Deutschland 3,7 Millionen Menschen profitiert. Es sei schlicht unfair, dies zu leugnen und stattdessen sich über die Dokumentationspflicht zu beklagen. Tatsache sei, dass ohne den politischen Willen, weiterhin Löhne deutlich unter dem Mindestlohn-Niveau von 8,50 € gezahlt werden würden. Nun gelte es, dafür zu sorgen, dass sich die Idee gerechter Entlohnung für ordentliche Arbeit weltweit durchsetze, was sicher noch einige Zeit dauern werde. .Technischer Fortschritt müsse Fortschritt für alle sein. Dorothee Schlegel schloss mit einem Satz von Thomas von Aquin: „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen muss man arbeiten“.

Der Landtagsabgeordnete Georg Nelius ging darauf ein, dass die grün-rote Landesregierung mit ihrem „Tarif-Treue-Gesetz“ dem Mindestlohn habe vorbereiten helfen. So seien seit durch dieses Gesetz im Land über 3000 befristete Arbeitsverträge in unbefristete umgewandelt worden. Das habe sich auch in Mosbach an der Dualen Hochschule positiv für dort Beschäftigte ausgewirkt. Nelius dankte der Binauer SPD und ihrem Vorsitzenden Gerd Teßmer für die alljährliche Ausrichtung des 1. Mai als politischen und gesellschaftlich wichtigen Tag hier im Kreis.
Bürgermeister Peter Keller sprach allen aktiven Helferinnen und Helfern des Binauer SPD-Ortsverein seinen Dank aus und betonte die „Einmaligkeit“ dieses Mai-Festes für die Siedlung. Die SPD-Veranstaltung leiste einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander im Binauer Ortsgeschehen, das man nicht missen möchte.

Mit den beiden Abgeordneten Dr. Dorothee Schlegel und Georg Nelius und mit Bürgermeister Peter Keller als Grußwortredner beging der SPD-Ortsverein Binau den 1. Mai bewusst als „politischen“ Feiertag. Das Foto zeigt die Grußwortredner mit der Vorstandschaft der Binauer SPD.