Parlamentspräsident Ralf Wieland gewährte Einblicke in die Berliner Parlamentsarbeit
Nach dem Besuch im Deutschen Reichstag auf Vermittlung von MdB Dorothee Schlegel statteten die Gruppe des SPD-Ortsvereins Binau unter Leitung vom Ortsvereinsvorsitzenden Gerd Teßmer auch wieder dem Berliner Abgeordnetenhaus, das im ehemaligen Preußischen Landtag seinen Sitz hat, einen Besuch ab.

Eingeladen dazu hatte Parlamentspräsident Ralf Wieland (SPD), der die Gruppe auch schon im Vorjahr empfangen hatte. Zunächst gab es eine intensive Führung durch die „heiligen Hallen“ des Berliner Landtags, wo dereinst der Preußische Landtag getagt hatte, die Nationalsozialisten das „Haus der Flieger“ eingerichtet hatten und die SED-Diktatur ihre Planungsgruppe Wirtschaft einquartierte. Heute erinnern noch die Markierungslinie an die nahegelegene „Berliner Mauer“, die Ausstellung im Freien zur Erinnerung an die Gräueltaten der Zentrale der Gestapo im ehemaligen Prinz-Albrecht-Palais an die historischen Gegebenheiten dieses geschichtsträchtigen Hauses. 1905 wurde im Saal des Abgeordnetenhauses auch die Kommunistische Partei Deutschlands gegründet. Dies alles bekam, man direkt am Ort des Geschehens erläutere tun d ein Film führte in die heutige Aufgabe dieses demokratischen Hohen Hauses ein. Der Rundgang führte die SPD-Gruppe aus dem Odenwald auch in den Plenarsaal, von wo aus derzeit der Regierende Bürgermeister Wowereit und sein rot-roter Senat die Bundeshauptstadt regiert.

Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland (SPD) nahm sich für seine baden-württembergischen Gäste viel Zeit und stellte zunächst die Hauptbereiche der Berliner Landespolitik vor. Besonders fanden dabei außer dem Problem mit dem neuen Flugplatz, der immer dringlicher werdende Bedarf an familienfreundlichen bezahlbaren Mietwohnungen, der öffentliche Nahverkehr zur Bewältigung des ständig steigenden Verkehrsaufkommens von Berlin und der Bildungsbereich. Präsident Wieland wies darauf hin, dass die Zuwendungen an Berlin im Rahmen des Länderfinanzausgleichs für die Bundeshauptstadt enorme Bedeutung habe, vor allem weil zu den eigenen Landesaufgaben immer mehr hoheitliche Aufgaben für den Bund übernommen würden. In der Diskussion ging es noch um das weitere Procedere beim Flughafen, um die Bebauung oder Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes, um die Erhaltung der Berliner Theater und Kulturhäuser und die Struktur der Universitäten, Hochschulen und Bildungseinrichtungen.

In der Wandelhalle des Berliner Abgeordnetenhauses stellte sich Parlamentspräsident Ralf Wieland zum Erinnerungsfoto mit der SPD-Gruppe des Ortsvereins Binau.

Ein Teil der Gruppe im Plenarsaal.
Fotos: Kenneth Weidlich