
In der vergangenen Woche hat Kreisrat Patrick Haag im Kreistag für die SPD-Fraktion zum Kreishaushalt gesprochen. Die finanzielle Lage des Landkreises ist ernst: Die Rücklagen schrumpfen, das Defizit wächst und die Kreisumlage steigt. Das hat direkte Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden und schränkt ihre Handlungsspielräume zunehmend ein.
Für die SPD-Fraktion ist klar: Wegducken ist keine Option. Verantwortung heißt, die Situation realistisch zu bewerten, Prioritäten zu setzen und Entscheidungen zu treffen – ohne Dramatisierung, aber auch ohne Schönreden. Ziel muss es sein, den Landkreis aktiv zu steuern, statt Entwicklungen nur hinterherzulaufen.
Kreiskliniken sind Daseinsvorsorge
Die wichtigste Entscheidung der kommenden Jahre betrifft die Zukunft der Kreiskliniken. Für die SPD ist eindeutig: Diese Frage darf nicht im Schnellverfahren entschieden werden. Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Deshalb braucht es Zeit, belastbare Zahlen, fachliche Expertise und vor allem eine frühzeitige Einbindung der Menschen im Landkreis.
Sozialpolitik heißt Menschlichkeit
Im Sozialhaushalt geht es nicht um abstrakte Summen, sondern um konkrete Lebenssituationen. Es geht um Kinder, Familien, Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige. Wenn Einsparungen notwendig sind, dürfen diese nicht zuerst diejenigen treffen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Das ist eine Frage politischer Haltung.
Der Alltag vor Ort zählt
Gute Schulen, Schulsozialarbeit, ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr, funktionierende Straßen und eine stabile digitale Infrastruktur sind keine freiwilligen Leistungen. Sie entscheiden darüber, ob der Landkreis lebenswert bleibt und ob junge Menschen hier eine Perspektive sehen.
Nach vorne denken
Neben dem Blick auf Ausgaben muss auch über Zukunft gesprochen werden. Es braucht starke Betriebe, gute Arbeitsplätze sowie eine aktive Ausbildungs- und Fachkräftepolitik. Menschen entscheiden sich nicht wegen Hochglanzbroschüren für eine Region, sondern wegen eines funktionierenden Alltags und verlässlicher Rahmenbedingungen.
Am Ende hat die SPD-Fraktion dem Haushalt zugestimmt. Nicht, weil alles gut ist, sondern weil Verantwortung auch bedeutet, schwierige Entscheidungen mitzutragen und gleichzeitig weiter an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten.
Der Dank gilt allen, die den Landkreis Tag für Tag am Laufen halten – in den Kliniken, in Schulen, in der Pflege, in den Betrieben und im Ehrenamt.
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