Erste Ernte von Biomasse auf Energieholzplantage Neunkirchen

Veröffentlicht am 26.02.2014 in Pressemitteilungen

Was der frühere Landtagsabgeordnete Gerd Teßmer, der für den SPD-Kreisverband bei der Bioenergie Hohenlohe-Odenwald-Tauber (HOT) als ehrenamtlicher Bio-Botschafter tätig ist, schon vor über 20 Jahren leider erfolglos anregen wollte, nämlich dass Gemeinden, Waldbesitzer und Landwirte Energiepflanzen zur Strom- und Wärmegewinnung Nutzpflanzen plantagenartig anbauen, wurde seit Kurzem in der Odenwald-Gemeinde Neunkirchen Wirklichkeit.

Eine 6 Hektar große ehemalige Christbaumfläche wurde mit Weiden in gleichmäßigen Reihen gepflanzt und erstmalig als Energiepflanzen vollautomatisch geerntet.
Die BioenergieRegion HOT hatte dazu in Zusammenarbeit mit der Schöntaler Firma Zürn eine Demonstration vorbereitet. Sinn der Aktion ist es, Bauern, Kleinwaldbesitzern und waldreicheren Kommunen die Chance zu eröffnen, über den normalen Wertholz-Verkauf auch aus Holzabfällen, Fallholz und schnellwachsenden Energieholzbeständen Material zur Strom- und Wärmegewinnung als zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen. Wie Gerd Teßmer sich überzeugen konnte, eignen sich dafür speziell angelegte Plantagen mit Weiden-Sträuchern ausgezeichnet, können sie doch alle drei Jahre geerntet werden und wachsen dabei auch noch nachhaltig. Geeignet wären aber auch Miscanthus-Sträucher oder Schilf.
Das Besondere an dieser Art von Biomasse-Gewinnung ist die Möglichkeit der vollautomatischen Ernte mit relativ preiswerten Maschinen. Hierzu arbeitet die Gemeinde Neunkirchen mit der Firma Zürn zusammen, die die Erntemaschinen stellten kann. Die Firma Zürn greift dabei auf eine kanadische Privatfirma aus Quebec zurück, die sich auf Biomasseernter ‚Biobaler‘ spezialisiert hat. Wie Andreas Feil von der Firma Zürn und Andreas Scheurig von HOT dem früheren Abgeordneten erläuterten, rechnet sich diese Art von Biomasse-Gewinnung. Dieser spezielle Biomasseernter, der schon erfolgreich in Rumänien, Russland und China eingesetzt wird, soll nun zukünftig auch auf den deutschen Markt gebracht werden. Die kanadische Firma Anderson hatte dafür extra zwei Mitarbeiter kommen lassen.
Für die zahlreichen Gäste, vorwiegend Waldbesitzer, Mitglieder der Maschinenringe, Gemeindevertreter und neben Gerd Teßmer noch weitere Bioenergie-Botschafter der HOT zeigte die gelungene Feldvorführung, dass inzwischen die Erkenntnis sich durchsetzt, dass Strom nicht nur aus Braunkohle und Atomenergie gewonnen werden muss, sondern neben den natürlichen Energieträgern Sonne und Wind auch die Natur direkt genutzt werden kann.
Da der Energiewandel weg vom Atomstrom auf Dauer angelegt ist, sind solche Innovationen nicht nur umweltfreundlich und umweltunschädlich, sondern ein weiterer Schritt zur Neugestaltung der Wärme- und Energiegewinnung ganz im Sinne der von der SPD schon seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts propagierten neuen Umweltbewusstseins.


Ein Biobaler in voller Aktion bei der Ernte in der Energieholzplantage wurde von der Firma Zürn in Zusammenarbeit mit der HOT und der kanadischen Spezialfirma Anderson in Neunkirchen vor einem sachkundigen Fachpublikum vorgeführt. Biobotschafter Gerd Teßmer informierte sich vor Ort bei der HOT und der Firma Zürn.

Die Fotos zeigen den Biomasseernter in Aktion und Gerd Teßmer im Gespräch mit Andreas Feil (Fa. Zürn) und Andreas Scheurig von HOT.

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