Bürgergespräch mit dem Landtagsabgeordneten Georg Nelius

Veröffentlicht am 15.05.2009 in Pressemitteilungen

Im Rahmen einer Besichtigungstour hatte die SPD-Fraktion Adelsheim den Landtagsabgeordnete Georg Nelius auch zu einem Bürgergespräch eingeladen.

Fraktionsvorsitzender Ralph Gaukel freute sich, alle Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Liste zu diesem Gedankenaustausch begrüßen zu können und begann mit der Frage nach der Schulpolitik im Land. Georg Nelius berichtete, dass neben der von vielen Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern nicht nachvollziehbaren Entscheidung für die alternativlose Einführung von G8 nun auch die Einführung der flächendeckenden Werkrealschule für Ärger und Unverständnis gesorgt habe. Diese „Einführung“ sei nur eine Umbenennung und ändere nichts an der Dreigliedrigkeit, der zu frühen Zuweisung zu verschiedenen Schularten und der Stigmatisierung der Hauptschüler. Auf die Frage von Maritta Belz ,nach der Verbesserung der Chancen und einen mittleren Bildungsabschluss für Hauptschüler erläuterte der Abgeordnete, dass der Werkrealschulabschluss leider nicht gleichwertig mit einem Realschulabschluss zu sehen sei, da für diese Schüler bei der Bewerbung an einem beruflichen Gymnasium ein besserer Durchschnitt verlangt werde. Heide Lochmann wies darauf hin, dass die SPD schon seit Jahren das längere gemeinsame Lernen aller Kinder fordere und dass damit sowohl alle Kinder besser gefördert werden könnten und auch der Erhalt von kleinen Schulen möglich sei. Zum Erhalt der kleinen Hauptschulen beim weiteren Rückgang der Schülerzahlen gefragt, wies der Abgeordnete darauf hin, dass dies laut Landesregierung von der Entscheidung der jeweiligen Gemeinde abhängt, dass mit der Umbenennung aber die Akzeptanz der Hauptschule sicherlich nicht gefördert werde. Eindrücklich betonte der Abgeordnete, dass nicht die Arbeit an den zum großen Teil sehr engagiert und gut arbeitenden Hauptschulen zu monieren sei, sondern das nicht mehr zeitgemäße Schulsystem.
Weitere Punkte waren die von Siegfried Karrer und Friederike Madinsky aufgeworfenen Fragen nach der Gesundheitsreform dem Gesundheitsfond und nach der ärztlichen Versorgung auf dem Land. Georg Nelius erläuterte, dass diese Reform ein Kompromiss sei und dass die Verteilung des Gesundheitsfonds mit allen Beteiligten, besonders auch den Vertretern der Ärzte, ausgehandelt worden sei. Es gehe um die Besserstellung der Hausärzte und der Ärzte im ländlichen Raum. Dabei spielten die Vereinbarungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine große Rolle, wobei deren unterschiedliche Entgeltvereinbarungen in verschiedenen Bundesländern zum Teil für Laien nicht zu verstehen seien. Hier müssten wohl noch weitere Entwicklungen folgen.
Die weitere Entwicklung des ländlichen Raumes und die Vertretung der Interessen gegenüber den Ballungsräumen waren ebenfalls Themen des Abends. So wurde deutlich, dass für ländliche Gemeinden die Grundversorgung mit Wasser, Strom, Gas, Straßen oder die flächendeckende Breitbandversorgung durch die langen Versorgungswege pro Einwohner viel teurer ist als in Städten. Um die finanzielle Belastung für die Gemeinden zu verringern wurden eine Reihe von Fördermöglichkeiten geschaffen. Dass davon auch der Neckar-Odenwald-Kreis entsprechend profitieren kann und seine Interessen gut vertreten werden, dafür ist es wichtig, dass unser Kreis weiterhin mit mindestens zwei Abgeordneten in Stuttgart vertreten wird. Dafür will sich der SPD-Abgeordnete Georg Nelius auch in Zukunft einsetzen.

Homepage SPD Neckar-Odenwald

Nächste Termine

Alle Termine öffnen.

03.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Stand Goldener Mai

06.05.2026, 16:00 Uhr wahrgenommen - wir fragen nach - Baumbusch Bestattungen

07.05.2026, 15:00 Uhr wahrgenommen - wir fragen nach - KWIN/AWN