Jubiläum ein gutes Omen für die Landtagswahl

Veröffentlicht am 07.02.2011 in Pressemitteilungen

SPD-Ortsverein Binau feierte 40-jähriges Bestehen – „Bilderreise“ mit Gerd Teßmer und Festrede von MdL Georg Nelius
Von Gerd Layer. Schon mehrmals feierte der SPD-Ortsverein Binau ein Jubiläum vor anstehenden Landtagswahlen – und jedes Mal gab es danach gute Ergebnisse.

„Wenn das kein gutes Omen ist für Georg Nelius“, meinte Ortsvereinsvorsitzender Gerd Teßmer, als er am Samstagnachmitag zahlreiche Genossinnen und Genossen sowie Ehrengäste in der Fetshalle Binau zur Feier „40 Jahre SPD-Ortsverein Binau“ willkommen hieß. Und neben einer viele Erinnerungen weckenden „Bilderreise“ zur Geschichte des Ortsvereins und den Ehrungen langjähriger Mitglieder (vgl. unten stehenden Bericht) stand denn auch die sozialdemokratische Positionen zur Landtagswahl darlegende Festrede von MdL Georg Nelius im Mittelpunkt der knapp dreistündigen Feier. Die von Gerd Teßmer im Plauderton kommentierte Rückblende dokumentierte anschaulich, was schon bei der Begrüßung zu vernehmen war: Der Ortsverein Binau hat seinen festen Platz in der Kreis-SPD, hält guten Kontakt zu Ortsvereinen in der Region und legt Wert auf ein gutes Miteinander mit den Binauer Vereinen. Hier mischt man mit, folgt Einladungen des FC 1927 oder des Schützenvereins zu Wettbewerben. Oberschützenmeister Karl Eiermann, der für beide Vereine zum Jubiläum gratulierte, bestätigte das gute Miteinander und sagte Dank für vielfach erfahrene Unterstützung. Neun Mitglieder (zwei davon entschuldigt) gründeten den Ortsverein am 16. 9. 1971, und zwei davon (Norbert Diener und Gerd Teßmer) schafften kurz danach schon den Sprung in den Gemeinderat. Seither hat die SPD ihren Platz im Gemeindeparlament, und ihre Vertreter haben Anteil an der beachtlichen Entwicklung, die Binau nahm. Kein Geringerer als Bürgermeister Peter Keller bestätigte dies den „Genossen“ in seiner Grußadresse und hob hervor, dass die SPD-Räte mit hohem Engagement Sachpolitik zum Vorteil der Gemeinde betrieben. Steht ein Landtagsabgeordneter (1984 - 2006) an der Spitze eines Ortsvereins (der zudem auch den SPD-Kreisverband führte, 1978-2003), so bleiben Kontakte „nach oben“ nicht aus. So fanden sich in Teßmers Rückschau auch etliche Aufnahmen von Besuchen in Berlin und Stuttgart, Neckartäler auf Gruppenfotos mit Landes- und Bundesvorsitzenden der SPD. Doch auch in der Nachbarschaft schauten und schauen sich die Binauer SPD-ler um, hatten zu ihren Jubiläen immer wieder prominente Gäste und richten zudem seit 1984 eine „Maifeier“ aus. Teßmers Bilderschau machte Eindruck und fand ebenso starken Beifall wie die gelungene musikalische Umrahmung durch Vivian Dörschuk und Chris-Veronice Keller. 50 Tage vor dem Wahltag (27. März) sang MdL Georg Nelius nicht nur bei „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ kräftig mit, sondern zollte Gerd Teßmer Respekt für dessen Einsatz für die Sozialdemokratie. Die SPD Binau habe er zum mitgliederstärksten Ortsverein im Landkreis entwickelt und als Kreisvorsitzender und Abgeordneter die SPD in der Region nach vorne gebracht. Dafür dankte er ebenso wie allen, die „den tollen Rahmen“ für diese Feier ermöglichten. In seiner Grundsatzrede ging es Nelius um Herausforderungen der aktuellen Politik. Der Landwirtschaft helfen, „ein auskömmliches Einkommen zu sichern“, das Bildungssystem ausbauen und mehr Chancengleichheit schaffen, innovative Branchen ansiedeln und Arbeitskräfte dafür qualifizieren – diese Themen sprach er ebenso an wie die immer größer werdende Spanne zwischen Arm und Reich und die „soziale Schieflage“. „Wir brauchen wieder einen sozialen Konsens“, diejenigen, die mehr haben, sollen „auch mehr Verantwortung übernehmen“, unterstrich Nelius. Auch die Arbeitnehmer müssten vom Aufschwung profitieren, „faire Löhne kurbeln auch die Inlandsnachfrage an, die nötig ist, um den Aufschwung zu stabilisieren.“ Mit Blick auf den Landkreis plädierte Nelius für mehr Personal für die Polizei, forderte den Ausbau von Straßen und insbesondere individuelle Förderung und mehr Ganztagsangebote im Bildungsbereich. „Bildung ist der Schlüssel zur Integration von Migranten“, unterstrich er. „Unser Land ist reif für einen Wechsel“ und brauche wieder mehr Sozialdemokratie. Mehr Bildungsgerechtigkeit und Bürgernähe gelinge nur mit der SPD.


Der „blaue Himmel über der Ruhr“ und die Treue zur SPD 40 Jahre SPD-Ortsverein Binau: Vielzahl von Mitgliedern ausgezeichnet – MdB Lothar Binding würdigte Gründungsmitglieder
Binau. (ly) Ein Poster von Willy Brandt (neben einem Wahlplakat mit dem Konterfei von Kurt Schumacher) zierte die Rückseite des auf der Bühne stehenden Klaviers und zog die Blicke der Festversammlung auf sich. „Mehr Demokratie wagen“, jenes berühmte Brandt-Zitat wird vielen Besuchern dazu eingefallen sein, und demokratische Grundsätze wurden denn auch viel beschworen bei der Feier des SPD-Ortsvereins Binau. Am Ende vernahmen die Gäste aber, dass es eine andere Aussage der SPD-Ikone war, die Gerd Teßmer 1971 bewogen hatte, mit acht Gleichgesinnten den Ortsverein aus der Taufe zu heben. Brandts Vision vom „blauen Himmel über der Ruhr“ hatte den späteren Landtagsabgeordneten beeindruckt und motivierte ihn ebenso, wie die Mitgründer Jürgen Bieller und Norbert Diener angetan waren vom sozialdemokratischen Ideal der Solidarität und einer von Verantwortungsgefühl den Schwächeren gegenüber geprägten Politik. MdB Lothar Binding, der gerne auch noch den krankheitshalber verhinderten Manfred Hennich als Gründungsmitglied ausgezeichnet hätte, verriet dies der Versammlung. Binding hatte im Vorfeld die Geehrten interviewt, umriss kurz deren ehrenamtliches Engagement und verdeutlichte auch, dass man mit dem Eintritt in eine Partei auch eine Entscheidung treffe, die mitunter unangenehme Folgen haben kann. Nämlich dann, wenn man für Entscheidungen verantwortlich gemacht werde, die z. B. fernab in Berlin getroffen werden. Dass die Geehrten zur Partei stehen, freute ihn, und dass man besonders den Einsatz von Gerd Teßmer eben auch in Berlin zu schätzen weiß, bestätigte Binding mit dem Verlesen eines Glückwunschschreibens von Sigmar Gabriel. Mit Urkunden ausgezeichnet und mit dem roten „Solidaritätsschal“ der SPD bedacht wurden für 15 Jahre Mitgliedschaft: Ute Bieller, René Friedrich, Bernhard Kupfer, Iris Kupfer, Kenneth Weidlich, Andreas Konrad, Inge Schroeder-Wendel, Rolf Schuck, Alexandra Teßmer, Jörg Teßmer, Petra Hartmann, Helmut Hartmann, Petra Hartmann, Volker Hartmann und Andreas Wetzer. Für 20 Jahre: Marika Haupt, Roland Haupt, Inge Grab, Lothar Pohl, Willi Schielzeth, Heinz Schleid und Helmut Wolfram.. 25 Jahre: Gerhard Baier, Hannelore Boms, Käthe Eyermann, Jutta Fischer, Gottfried Friedrich, Peter Gogolin, Rosemarie Münch, Sali Hasirci, Sibylle Janssen, Elke Johé, Reinhard Johé, Simone Lazeta, Thomas Müller, Gina Ockert, Stefan Schmidt, Albert Schubert, Kirsten Schuck, Manfred Stock, Ursula Wägner, Werner Wein und Roger Ockert. 30 Jahre: Heinz Eyermann, Ingrid Horvath, Michael Janssen, Ulrike Janssen-Wetzer, Annekatrin Kessler-Henkel, Wolfgang Kropp, Anita Kropp, Siegfried Leutz, Gabi Marx, Erwin Müller, Monika Müller, Werner Müller und Wolfgang Seidel. 35 Jahre: Walter Schäfer und Karl Fahrbach. 40 Jahre: Werrner Honke, Marlene Honke, Georg Marx, Heide Teßmer und Franz Horvath.

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