wahrgenommen - wir fragen nach - Tafelladen

Veröffentlicht am 21.01.2026 in Ortsverein

Im Rahmen des Projekts „wahrgenommen - wir fragen nach“ besuchte die SPD Buchen den Tafelladen des Deutschen Roten Kreuzes. SPD‑Ortsvereinsvorsitzender Markus Dosch und Vorstandsmitglied Alexander Weinlein sprachen dabei mit Steffen Horvath, dem Kreisgeschäftsführer des DRK Buchen, über die aktuelle Situation des Tafelladens, das Jugendwohnprojekt „Startklar!“ sowie über weitere Angebote des Kreisverbands.
Der Tafelladen hatte einen wichtigen Einschnitt, da der Mietvertrag für die alten Räume gekündigt wurde. Deshalb war zog man ins Areal am Bahnhof. Der Tafelladen ist für viele Menschen in Buchen und Adelsheim unverzichtbar. Rund 400 registrierte Kundinnen und Kunden nutzen das Angebot regelmäßig. Insgesamt profitieren etwa 1.200 Menschen, darunter zahlreiche Familien.
Der Ablauf im Tafelladen ist klar strukturiert. Kundinnen und Kunden mit Berechtigungsschein erhalten feste Einkaufstermine und werden beim Rundgang durch den Laden begleitet. Die Preise liegen bei etwa zehn Prozent des regulären Warenwerts. Brot und Backwaren stehen in großen Mengen zur Verfügung, saisonal auch Obst und Gemüse. Engpässe bestehen hingegen bei haltbaren Lebensmitteln wie Konserven, Nudeln, Reis oder Zucker. Tiefkühlware können aus logistischen Gründen kaum angeboten werden.

Die Leitung des Ladens liegt beim DRK; unterstützt wird sie von acht Personen in Arbeitsgelegenheiten, bzw. „1,50‑Euro‑Jobs“ sowie rund 40 Ehrenamtlichen. Die Waren stammen von nahezu allen Supermärkten und Discountern der Region sowie von Bäckereien, Metzgereien und Herstellern.

Das Team denkt bereits über zusätzliche Angebote nach. Steffen Horvath wünscht sich langfristig ein Tafelcafé. Ein durch Fördermittel finanzierter Imbisswagen unter dem Titel „Küche der Kulturen“ könnte im Frühjahr erste Einsätze ermöglichen. Traditionell organisiert der Tafelladen zudem eine Päckchenaktion zu Weihnachten sowie ein kostenfreies Weihnachtsessen am 24. Dezember.
Besonderes Interesse galt auch dem Jugendwohnprojekt „Startklar!“, das jungen Erwachsenen zwischen 18 und 21 Jahren den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern soll. Die Einrichtung im ehemaligen „Röhrenbrunnen“ bietet sieben Plätze sowie einen Gästeplatz für Anschlussunterbringungen, die häufig nach Aufenthalten in Jugendhilfeeinrichtungen oder einem Kinderheim notwendig werden.
Die Bewohnerinnen und Bewohner leben in einer Art Wohngemeinschaft mit gemeinsamer Hausordnung. Tagsüber stehen pädagogische und psychologische Fachkräfte zur Verfügung, die bei alltäglichen Aufgaben, persönlichen Herausforderungen sowie bei Anträgen und Behördengängen unterstützen. Dass die Gemeinschaft gut funktioniert, zeigt sich zum Beispiel daran, dass einmal pro Woche gemeinsam gekocht wird.
Die hohe Nachfrage und die positive Rückmeldung aus der Nachbarschaft zeigen, dass das DRK hier ein wirksames Angebot geschaffen hat. Laut Steffen Horvath übernehmen die Bewohnerinnen und Bewohner viel Verantwortung für das Objekt.
Neben dem Tafelladen und dem Wohnprojekt bietet das DRK Buchen zahlreiche weitere Dienste an, darunter einen Hausmeisterservice für kleinere Reparaturen und Gartenarbeiten, der über die Pflegekassen abgerechnet werden kann, Reinigungshilfen, einen Gesprächskreis für pflegende Angehörige, Schulbegleitung, Krankenfahrten, einen Hausnotruf sowie den Kleiderladen „Lieblingsstücke“, der seit 40 Jahren vollständig ehrenamtlich betrieben wird.
Obwohl der DRK‑Kreisverband Buchen viele Hauptamtliche beschäftigt, bleibt das Ehrenamt ein zentrales Fundament der Arbeit. Ohne freiwilliges Engagement wären viele Angebote nicht aufrechtzuerhalten.
Zum Abschluss betonte Markus Dosch den hohen Wert des Ehrenamts und rief dazu auf, sich stärker zu engagieren und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

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